AfD gewinnt bei polnischen Migranten und Spätaussiedlern deutlich an Zustimmung
Niklas SchmitzAfD gewinnt bei polnischen Migranten und Spätaussiedlern deutlich an Zustimmung
Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt wandelnde politische Bindungen unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die Untersuchung belegt die wachsende Anziehungskraft der AfD – insbesondere bei Personen mit polnischen Wurzeln und Spätaussiedlern. An der Befragung nahmen über 3.000 Menschen teil, darunter Deutsche und im Land lebende Ausländer.
Die AfD hat sich zur beliebtesten Partei unter Menschen polnischer Herkunft entwickelt und kommt auf 33 Prozent Zustimmung. Die Union folgt mit 25 Prozent, die SPD liegt bei 17 Prozent. Dies bedeutet einen spürbaren Rückgang für die Union, die in dieser Gruppe früher stärker vertreten war.
Auch unter Spätaussiedlern liegt die AfD vorn: 31 Prozent unterstützen die Partei. Die Union erreicht 25 Prozent, während andere Parteien deutlich zurückfallen. Die Studie zeigt die Dominanz der AfD in diesen Gruppen – ein Kontrast zu ihrer schwächeren Position bei anderen Bevölkerungssegmenten.
Bei Menschen türkischer Herkunft belegt die AfD hingegen nur den fünften Platz. Unter den befragten Russen zeigt sich eine moderate Unterstützung für die Partei, die mit 14 Prozent gleichauf mit der Union liegt. Die SPD führt hier mit 43 Prozent, was auf ein anderes politisches Stimmungsbild hindeutet.
Der Aufstieg der AfD deckt sich mit den jüngsten Wahlergebnissen in Nordrhein-Westfalen. In mehreren Ruhrgebietsstädten erreichte die Partei den zweiten oder sogar ersten Platz und unterstreicht damit ihren wachsenden Einfluss.
Die Ergebnisse bestätigen, dass die AfD ihre Wählerbasis in bestimmten Migrantengruppen ausbaut. Polnische Nachkommen und Spätaussiedler unterstützen die Partei mittlerweile stärker als traditionelle Kräfte wie die Union. Die Studie liefert eine detaillierte Momentaufnahme der aktuellen politischen Präferenzen, doch bleiben langfristige Entwicklungen ungewiss.






