27 April 2026, 16:09

Aldi Süd streicht 1.250 IT-Jobs – und setzt auf externe Partner statt Eigenentwicklung

Eine Liniendiagramm auf einem weißen Hintergrund mit der überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen", das die Produktivitätssteigerung ohne entsprechende Gewinne für die Mittelschicht zeigt.

Aldi Süd streicht 1.250 IT-Jobs – und setzt auf externe Partner statt Eigenentwicklung

Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an

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Der Discounter reagiert damit auf eine Neuausrichtung seiner IT-Strategie: Eigenes Personal wird abgebaut, während gleichzeitig die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern ausgebaut wird. Betroffen sind vor allem die digitalen Bereiche, insbesondere die erst vor weniger als einem Jahr gegründete Tochter Aldi DX, die die Modernisierung der Technologielandschaft des Unternehmens vorantreiben sollte.

Noch vor Kurzem beschäftigte die IT-Sparte des Handelskonzerns über 4.000 Mitarbeiter. Nun setzt Aldi Süd auf schlanke Strukturen und lagert Teile der Technologiearbeit an externe Partner aus. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei Tata Consultancy Services, das den Konzern bei der Vereinfachung und Aktualisierung seiner digitalen Infrastruktur unterstützen soll.

Die im November 2024 ins Leben gerufene Aldi DX sollte ursprünglich die Attraktivität von Aldi Süd als Arbeitgeber steigern und im Rahmen des Projekts "AHEAD" die IT-Systeme weltweit standardisieren. Trotz des Ausbauplans setzt das Unternehmen nun auf weniger eigenes Personal für künftige IT-Vorhaben.

Von den Stellenstreichungen betroffen ist auch Aldi International Services, die in Salzburg ansässige Beschaffungssparte der Gruppe. Diese Einheit übernimmt übergreifende Funktionen für den gesamten Aldi-Süd-Konzern. Zwangsentlassungen soll es jedoch nicht geben – stattdessen werden den Mitarbeitern freiwillige Abfindungsprogramme angeboten.

Die Umstrukturierung markiert einen Strategiewechsel bei Aldi Süd: Mit weniger internen Kräften wird das Unternehmen künftig stärker auf externe Partner setzen, um seine IT-Bedürfnisse zu decken. Die Neuausrichtung folgt auf eine Phase des raschen Wachstums in den digitalen Teams.

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