Altenaer Polizei jagt Verkehrsrowdys bei europaweiter Razzia gegen Rasen und Handy am Steuer
Matteo BöhmAltenaer Polizei jagt Verkehrsrowdys bei europaweiter Razzia gegen Rasen und Handy am Steuer
Altenaer Polizei beteiligt sich an europaweiter Razzia gegen gefährliches Fahren im Rahmen der Kampagne "Augen auf die Straße"
Im Oktober 2025 nahm die Polizei in Altena an einer großangelegten Kontrollaktion gegen Verkehrsrowdys teil, die im Rahmen der europaweiten Initiative "Augen auf die Straße" stattfand. Im Fokus standen Rasen, Handybenutzung am Steuer sowie rücksichtsloses Verhalten auf sächsischen Straßen. Bei den Kontrollen wurden zahlreiche Verstöße dokumentiert – darunter eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit einem unerlaubt fahrenden Motorradfahrer.
Während der einwöchigen Aktion überprüften Beamte in Sachsen insgesamt 7.379 Fahrzeuge. Elf Autofahrer wurden auf der Bahnhofstraße mit mehr als 30 km/h im Tempo-30-Bereich erwischt. Zwölf weitere mussten ein Bußgeld von 100 Euro für die Nutzung des Handys am Steuer zahlen – jeder Verstoß brachte zudem einen Punkt in Flensburg ein. Die Behörden wiesen auf die Gefahren hin: Schon ein kurzer Blick aufs Display bei 50 km/h bedeute 14 Meter Blindflug ohne Blick auf die Straße.
Besonders brisant: Ein 20-jähriger Motorradfahrer löste eine rasante Verfolgungsjagd aus, nachdem er an einer Tankstelle auf der Bahnhofstraße gefährlich überholt hatte. Als die Polizei mit Blaulicht und Sirene zum Stoppen aufforderte, flüchtete er. Die Jagd endete, als er zu Beginn der Uferstraße die Kontrolle verlor. Die Ermittlungen ergaben, dass er weder einen Führerschein besaß noch sein Kennzeichen echt war – zudem fehlte eine Versicherung. Nun drohen ihm Anklagen wegen illegalen Rennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Versicherungsbetrugs.
Die vorliegenden Daten beziehen sich ausschließlich auf Sachsen; bundesweite Zahlen wurden nicht veröffentlicht. Unklar bleibt, welche weiteren Bundesländer an der "Augen auf die Straße"-Kampagne teilgenommen haben.
Die Aktion führte in Altena zu Bußgeldern, Punkten in Flensburg und strafrechtlichen Ermittlungen. Allein der Fall des Motorradfahrers umfasst mehrere schwere Verstöße, während Rasen und Handy am Steuer nach wie vor zu den häufigsten Vergehen zählen. Die Polizei betont weiterhin: Volle Konzentration im Straßenverkehr ist lebenswichtig.






