Bad Salzuflen baut moderne Regenwasserbehandlungsanlage gegen Mikroplastik und Schwermetalle
Sebastian KönigBad Salzuflen baut moderne Regenwasserbehandlungsanlage gegen Mikroplastik und Schwermetalle
Bad Salzuflen beginnt mit Bau einer neuen Regenwasserbehandlungsanlage
In Bad Salzuflen starten bald die Bauarbeiten für eine moderne Anlage zur Reinigung von Regenwasser. Das Projekt soll die Belastung durch Mikroplastik und Schwermetalle im Oberflächenwasser verringern, die bisher lokale Gewässer schädigen. Ab dem 20. Oktober 2022 wird entlang der Heerser Mühle gebaut.
Die Anlage wird das anfallende Oberflächenwasser aus der Kingspan-Straße, Teilen der Oerlinghauser Straße sowie angrenzenden Grundstücken im Industriegebiet Im Weingarten filtern und reinigen. Das gereinigte Wasser wird anschließend in den Brökerbach, ein öffentliches Gewässer, eingeleitet. Das System ist speziell darauf ausgelegt, Kunststoffpartikel und giftige Metalle zurückzuhalten und so aus dem Wasserkreislauf zu entfernen.
Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis März 2023 an, wobei die Heerser Mühle für etwa acht Wochen vollständig gesperrt wird. Rettungs- und Einsatzfahrzeuge können das Gebiet jedoch über eine temporäre Umleitung erreichen. Besucher des Umweltzentrums Heerser Mühle, des Mühlencafés oder des Verwaltungsgebäudes der Stadt werden gebeten, außerhalb der Baustellenzone zu parken.
Nach Abschluss der Arbeiten werden alle im Zuge der Bauarbeiten entfernten Bäume wieder aufgeforstet. Die Stadt hält sich dabei an die Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Lippe, um die ökologischen Auswirkungen auszugleichen.
Die neue Behandlungsanlage wird dazu beitragen, die Verschmutzung der Gewässer in Bad Salzuflen zu reduzieren, indem sie Schadstoffe aus dem Regenwasser filtert. Sobald sie in Betrieb ist, wird sie das Oberflächenwasser aus Industrie- und Stadtgebieten aufbereiten, bevor es in den Brökerbach gelangt. Das Projekt ist Teil der Bemühungen der Stadt, lokale Ökosysteme vor Verunreinigungen zu schützen.






