Bergisch Gladbach setzt "Bauturbo" ein – neue Wohnprojekte gegen Wohnungsnot
Nina LehmannBergisch Gladbach setzt "Bauturbo" ein – neue Wohnprojekte gegen Wohnungsnot
Bergisch Gladbach treibt mehrere große Wohnbauprojekte voran, um die Wohnungsnot in der Stadt zu lindern. Die Stadt hat beschleunigte Bauverfahren – bekannt als „Bauturbo“ – eingeführt, um blockierte Vorhaben zu entsperren. Mehrere Projekte stehen nun zur Abstimmung im nächsten Ausschuss für Stadtplanung an.
Eines der prominentesten Vorhaben ist die Erweiterung des Schloss Centers. Die BIG Bensberg GmbH plant, auf das bestehende Gebäude drei weitere Stockwerke aufzusetzen und so 59 altersgerechte Wohnungen zu schaffen. Der Gestaltungsbeirat hat die Pläne bereits geprüft und eine Weiterentwicklung empfohlen. Dank des Bauturbos schlagen die Entwickler zudem einen direkten Garagenzugang von der Rommerscheider Straße vor – die Gebäude würden dabei die ursprünglichen Höhenbegrenzungen überschreiten.
Ein weiteres zentrales Projekt ist die Erweiterung des Kalköfen Carrées. Die Stadt unterstützt diese Initiative, um eine lange brachliegende Innenstadtfläche zu beleben und die Wohnungsknappheit zu mildern. In der Nähe entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Cox-Industrieanlage hinter den historischen Kalköfen ein neues Wohngebäude mit 19 Wohnungen und einer Tiefgarage.
An der Rommerscheider Straße ist auf dem Areal der ehemaligen Rodenbach-Schlosserei ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei dreigeschossigen Wohnblöcken und einer Tiefgarage geplant. Zudem wird in einem informellen Verfahren ein kleineres Projekt an der Kreuzung Im Pippelstein/Lachsweg in Lustheide geprüft, das einen Neubau mit acht Wohneinheiten vorsieht.
Die neuen Bauturbo-Regelungen beschleunigen die Umsetzung mehrerer Bauvorhaben. Die Projekte zielen darauf ab, die Wohnungsnot durch die Nutzung von Brachflächen und Lockerungen bei den Bauvorschriften zu verringern. Die endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen liegt beim Ausschuss für Stadtplanung.






