Bergisch Gladbach will die Strunde renaturieren – und setzt auf Bundesförderung
Matteo BöhmBergisch Gladbach will die Strunde renaturieren – und setzt auf Bundesförderung
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat bereits beschlossen, sich einem Bundesprogramm zur Klimafolgenanpassung anzuschließen, um Fördermittel für das Vorhaben zu sichern. Bei Erfolg könnte der wiederhergestellte Fluss das Gesicht und die Identität des Gebiets nachhaltig prägen.
Die Stadt beabsichtigt, sich um Bundesmittel aus dem Programm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ zu bewerben. Bis zu 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von 5,4 Millionen Euro könnten vom Bund übernommen werden, während der verbleibende Anteil aus den städtischen Sondervermögen finanziert werden soll.
Der Haushaltsausschuss des Bundestags wird Ende 2026 entscheiden, welche Projekte gefördert werden. Lokale Politiker setzen sich für eine Bewilligung ein – so äußerte der SPD-Stadtentwicklungsbeauftragte Andreas Ebert die Hoffnung, dass das Strunde-Projekt ausgewählt wird.
Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass der renaturierte Fluss dem Zanders-Gelände eine neue Identität verleihen wird. Gleichzeitig forderte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus W. Waldschmidt die heimische Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich für das Projekt einzusetzen und bei der Mittelbeschaffung zu unterstützen.
Der Erfolg des Vorhabens hängt von der Bundesförderung ab, über die voraussichtlich Ende 2026 entschieden wird. Bei einer Bewilligung würde die renaturierte Strunde nicht nur das Zanders-Areal verwandeln, sondern auch die finanzielle Belastung für die Stadt verringern. Die verbleibenden Kosten sollen aus bestehenden kommunalen Rücklagen gedeckt werden.






