19 March 2026, 20:02

Bochum ringt um faire Taxi- und Uber-Preise bis zum Spätsommer

Plakat für Bergbahn, Deutschland als elektrisches Stadt, mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Bochum ringt um faire Taxi- und Uber-Preise bis zum Spätsommer

Bochum prüft derzeit, wie sich die Preise zwischen traditionellen Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber in Einklang bringen lassen. Seit über einem Jahr diskutiert die Stadt über strengere Tarifregeln – eine Entscheidung über ein neues Modell wird bis zum Spätsommer erwartet. Anders als das benachbarte Essen, das auf eine Marktliberalisierung setzt, könnte Bochum einen anderen Weg einschlagen.

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Die politische Debatte in Bochum begann 2023 mit dem Fokus auf Preisobergrenzen, um lokale Taxiunternehmer zu unterstützen. 2024 und 2025 beschloss der Stadtrat daraufhin, die Mindestpreise für Uber und Bolt anzuheben, um das klassische Taxigewerbe zu schützen. Essen hingegen ging einen gegensätzlichen Weg: Die Stadt erlaubte dynamische Preise für Fahrdienstvermittler bei minimaler Regulierung, um den Wettbewerb zu fördern.

Die Freien Demokraten (FDP) setzen sich für flexiblere Taxitarife ein und schlagen vor, dass Fahrbetriebe ihre Preise senken oder mit Kunden vor der Fahrt Festpreise vereinbaren könnten – ähnlich wie bei Uber. Die FDP könnte bald einen entsprechenden Antrag einreichen. Die Bochumer Verwaltung zeigt sich offen für eine Modernisierung der Taxivorschriften, die mehr Spielraum bei der Preisgestaltung zulassen könnte.

Um ein faires Modell zu entwickeln, ließ die Stadt ein Gutachten erstellen. Im Gegensatz zu Essen wird Bochum die Mindestpreise für Fahrdienstvermittler jedoch voraussichtlich nicht anheben. Die endgültige Entscheidung über die neue Tarifstruktur soll bis Ende des Sommers fallen.

Das Ergebnis wird zeigen, wie Bochum den Wettbewerb zwischen Taxis und Fahrdienst-Apps reguliert. Falls das neue Modell beschlossen wird, könnte es flexiblere Preise für Taxis ermöglichen, während für Anbieter wie Uber strengere Regeln gelten. Die Entscheidung der Stadt wird ihren Spagat zwischen Marktgerechtigkeit und Verbraucherwahl widerspiegeln.

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