Bochumer Forscher revolutionieren Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaftskonzept
Niklas SchmitzBochumer Forscher revolutionieren Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaftskonzept
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion
Die Ruhr-Universität Bochum übernimmt die Federführung bei einem neuen Forschungsvorhaben, das die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher gestalten soll. Unter dem Namen CircuPEM konzentriert sich die Initiative darauf, die Abhängigkeit von teuren und knappen Rohstoffen in Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseuren) zu verringern. Für das Projekt wurden rund 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben.
Das Vorhaben ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Europäischen Union unterstützt. Zu den Partnern zählen das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG.
Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, weist auf die Herausforderungen hin, die mit der Nutzung kritischer und kostspieliger Materialien in PEM-Elektrolyseuren verbunden sind. Das Team strebt an, ein Kreislaufwirtschaftskonzept zu entwickeln, das sicherstellt, dass diese Stoffe möglichst umfassend wiederverwendet werden.
Die Arbeiten erstrecken sich über drei Jahre und gliedern sich in drei Phasen: Zunächst analysieren die Forscher:innen die bestehende Wertschöpfungskette von Wasserstoff. Anschließend entwickeln und bewerten sie neue Geschäftsmodelle. Abschließend erarbeiten sie Handlungsempfehlungen für Pilotprojekte, um die Ergebnisse in der Praxis zu erproben.
Mit CircuPEM soll die Nachhaltigkeit der grünen Wasserstoffproduktion gesteigert werden, indem die Abhängigkeit von seltenen Rohstoffen reduziert wird. Die Projektergebnisse könnten künftige Politikmaßnahmen und Branchenstandards im Wasserstoffsektor prägen. Die Forschungsarbeiten laufen bis zum Ende der dreijährigen Förderperiode.






