Bonn testet bezahlbare City-Toilette – Solingen will nachziehen
Öffentliche Toilette in Bonns Fußgängerzone eröffnet – Solingen zieht nach
In Bonn ist im Rahmen eines Pilotprojekts eine neue öffentliche Toilette in der Fußgängerzone eröffnet worden. Die unter dem Namen City-Sanifair betriebene Anlage kostet Nutzerinnen und Nutzer einen Euro pro Besuch, wobei die Hälfte des Betrags als Gutschein bei benachbarten Geschäften eingelöst werden kann. Nun prüfen Verantwortliche ein ähnliches Vorhaben für die Düsseldorfer Straße in Solingen.
Die erste City-Sanifair-Toilette ging im Bonner Stadtzentrum in Betrieb. Betrieben wird sie von Tank & Rast; bei Erfolg soll das Modell auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet werden. Nutzer zahlen jeweils einen Euro, wobei 50 Cent als Einkaufsgutschein für lokale Läden zurückerstattet werden.
In Solingen schlug der stellvertretende Bezirksbürgermeister Marc Westkämper vor, ein leerstehendes Ladengeschäft in der Düsseldorfer Straße in eine Sanifair-Anlage umzuwandeln. Der Vorschlag entstand vor dem Hintergrund der Klage über mangelnde öffentliche Toiletten – insbesondere in der Nähe des Bonner Hauptbahnhofs und in vergleichbaren Bereichen Solingens. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT der CDU in Solingen, unterstützte die Idee und betonte, dass eine bessere Toiletteninfrastruktur Teil der städtischen Entwicklung sein müsse.
Der Bezirksrat für Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid wird den Antrag in seiner nächsten Sitzung beraten. Bei Zustimmung könnte es der zweite Standort in der Region werden, der das kostenpflichtige Toilettenmodell übernimmt.
Während die Bonner Toilette bereits in Betrieb ist, steht die Solinger Initiative noch zur Diskussion im Rat. Sollte das Projekt umgesetzt werden, böte es eine Lösung für das Fehlen öffentlicher Sanitäranlagen in stark frequentierten Bereichen. Zudem fördert das Gutscheinsystem die Kundenbindung bei lokalen Händlern.






