DAAD zieht sich aus Russland zurück – während US-Forschende Deutschland als neue Chance entdecken
Nina LehmannDAAD zieht sich aus Russland zurück – während US-Forschende Deutschland als neue Chance entdecken
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) steht vor tiefgreifenden Veränderungen seiner weltweiten Aktivitäten
Die Bewerbungen für die Master-Stipendien des DAAD haben sich mehr als verdoppelt, während politische Zwänge die Organisation dazu drängen, sich vollständig aus Russland zurückzuziehen. Gleichzeitig richten US-Forschende ihren Blick vermehrt auf Europa, um Fördermöglichkeiten zu nutzen.
Der DAAD, die weltweit größte Förderorganisation für akademischen Austausch, stellt alle Aktivitäten in Russland ein. Das russische Justizministerium hatte die Organisation kürzlich als "unerwünschte Einrichtung" eingestuft – ein Schritt, der zur Schließung des Moskauer Büros sowie des Deutschen Hauses für Forschung und Innovation führte. Russische Staatsbürger, die mit dem DAAD in Kontakt treten, müssen nun mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
US-Forschende suchen vermehrt Alternativen in Deutschland Seit der Amtszeit von Donald Trump haben drastische Kürzungen der Forschungsförderung in den USA – insbesondere in der Klimaforschung – viele Wissenschaftler:innen dazu veranlasst, im Ausland nach Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Programme wurden gestrichen, Datenbanken abgebaut, und selbst renommierte Einrichtungen wie Harvard und Stanford verfügen über weniger Mittel. Auch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft verzeichnen eine stark gestiegene Nachfrage von US-Wissenschaftler:innen.
Diese Entwicklung spiegelt sich in den Stipendienzahlen des DAAD wider: Die Bewerbungen für Masterprogramme sind stark angestiegen. Gleichzeitig sinkt das Interesse deutscher Studierender an einem Auslandsaufenthalt in den USA – die Anfragen gingen um etwa 10 % zurück. Diese Schieflage unterstreicht die sich wandelnden Prioritäten in der globalen akademischen Mobilität.
Neuausrichtung der internationalen Forschungszusammenarbeit Der Rückzug des DAAD aus Russland und der Anstieg der Bewerbungen aus den USA markieren einen Wendepunkt für die internationale wissenschaftliche Kooperation. Deutsche Einrichtungen sehen sich mit einer wachsenden Nachfrage von US-Forschenden konfrontiert, während sie gleichzeitig die Einschränkungen in Russland bewältigen müssen. Die Veränderungen werden die Muster des akademischen Austauschs in den kommenden Jahren voraussichtlich nachhaltig prägen.
Trump's 2026 Budget Cuts Trigger US Scientists' Exodus to Germany
New data reveals how Trump's 2026 research budget cuts are accelerating the shift of US scientists to Germany. Key developments include:
- Proposed 23% cuts to US research funding, targeting climate programs and DEI initiatives (163 billion USD reduction).
- German researcher Stefan Pfister faced frozen NIH funding in early 2025 due to Trump-era disruptions.
- Max-Planck President Patrick Cramer highlighted Germany's emerging role as a scientific hub amid US instability.






