Dormagen stärkt Bürgerbeteiligung mit digitalen Plattformen und neuen Formaten
Sebastian KönigDormagen stärkt Bürgerbeteiligung mit digitalen Plattformen und neuen Formaten
Dormagen erweitert Möglichkeiten für Bürger, die Zukunft der Stadt mitzugestalten
Bürgermeister Erik Lierenfeld hat Pläne angekündigt, die Einwohner stärker in politische Entscheidungen einzubinden. Die Initiative fällt mit dem 50-jährigen Jubiläum der lokalen Verwaltung in diesem Jahr zusammen.
Bereits jetzt gibt es verschiedene Instrumente, um Bürgerfeedback einzuholen – von digitalen Plattformen bis hin zu persönlichen Gesprächen. Einige Projekte wie der beliebte Bürgerhaushalt wurden jedoch vorläufig ausgesetzt, da die finanziellen Mittel begrenzt sind.
Eine zentrale Plattform ist say.our, über die Anwohner Vorschläge, Beschwerden und Ideen direkt an die Verwaltung richten können. Seit dem Start wurden jedoch keine öffentlichen Updates zu den Auswirkungen veröffentlicht – etwa zu umgesetzten Projekten oder Nutzungsstatistiken.
Die Stadt setzt zudem auf das World-Café-Format, um den Dialog zu fördern. Eine Veranstaltung in Straberg führte zum Waldorf-Bus, einem Mobilitätsangebot, das heute Senioren bei Fahrten zwischen den Stadtteilen unterstützt. Ein weiteres Tool ist der Dormagener Mängelmelder, der die Meldung von Schäden wie Schlaglöchern oder defekten Laternen vereinfacht.
Erfolgreiche Projekte der Vergangenheit wurden über den Bürgerhaushalt finanziert, darunter Lastenfahrrad-Stationen und Willkommensschilder für Stadtteile. Zwar ist das Programm 2024 aufgrund von Haushaltskürzungen pausiert, doch die Verwaltung bestätigt eine Rückkehr. Darüber hinaus bietet Dormagen weitere Beteiligungsformate an: Kinderforen, einen Seniorenbeirat, einen Integrationsrat und eine Open-Data-Plattform.
Bürgermeister Lierenfeld betonte, dass die Einbindung der Bevölkerung entscheidend für die Entwicklung der Stadt bleibe. Die Verwaltung prüft weiterhin Wege, um Entscheidungsprozesse inklusiver zu gestalten.
Obwohl einige Initiativen Verzögerungen erfahren, zeigt das breite Angebot an Beteiligungsmöglichkeiten das Engagement für Bürgerbeteiligung. Plattformen wie say.our, World-Café-Diskussionen und der Mängelmelder bieten vielfältige Kanäle für Feedback. Detaillierte Ergebnisse wurden zwar noch nicht veröffentlicht, doch die Verwaltung versichert, dass die Anregungen der Bürger weiterhin lokale Projekte prägen werden.






