Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 2023 ergebnislos
Sebastian KönigDortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 2023 ergebnislos
Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd steckt seit 2023 in der Sackgasse
Die Ethikkommission der Stadt Dortmund wurde 2023 eingerichtet, um die Verbindungen der Kommune zur Großwildjagd zu überprüfen. Ihre Aufgabe bestand darin zu bewerten, ob der Verkauf von afrikanischen Jagd-Safaris ethisch vertretbar ist und welche Auswirkungen solche Praktiken auf den Artenschutz haben. Doch eineinhalb Jahre später bleibt ihre Arbeit in undurchsichtigem Schweigen gehüllt.
Der Ausschuss entstand auf Druck der Grünen und der Linken, die eine offizielle Überprüfung von Dortmunds Beteiligung an der kommerziellen Jagd forderten – insbesondere vor Veranstaltungen wie der Messe Jagd und Hund. Kürzlich drängten die Parteien darauf, noch vor der Sommerpause zu Ergebnissen zu kommen.
Doch von Fortschritten ist wenig zu spüren. Der Oberbürgermeister räumte ein, dass es keine Protokolle über die Tätigkeit der Kommission gebe und machte unvollständige Aktenführung dafür verantwortlich. Seit ihrer Gründung sind weder Erkenntnisse noch selbst Diskussionen an die Öffentlichkeit gedrungen.
Die Zeit drängt: Mit der anstehenden Jagd und Hund-Messe kehren die Fragen nach der Haltung der Stadt zur Großwildjagd zurück. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass Bund oder andere Kommunen ihre Position zum afrikanischen Jagdtourismus geändert hätten – nicht einmal nach dem gescheiterten Vorstoß Botswanas 2022, Deutschland Elefanten zu schenken.
Die mangelnde Transparenz der Kommission lässt zentrale Fragen offen. Ohne dokumentierte Sitzungen oder öffentliche Berichte bleibt unklar, welchen Einfluss sie auf Dortmunds Jagdpolitik nimmt. Die bevorstehende Messe könnte die Debatte neu entfachen – doch derzeit liegt die ethische Prüfung der Stadt auf Eis.
Next Year's Big Game: 2027 Messe Dates Set as Ethics Debate Lingers
The Jagd & Hund fair will return to Dortmund from 02.02. to 07.02.2027, hosted across multiple halls at the Westfalenhalle. Organised by Messe Dortmund GmbH, the event's recurrence highlights the unresolved ethical questions surrounding big game hunting tourism. Key details include:
- The 2027 dates mark the next major platform for scrutinising Dortmund's stance on safari ethics.
- The expanded venue layout confirms the fair's growing scale and international reach.
- With no clarity on the ethics commission's findings, the event risks reigniting public debate.






