Düsseldorf verzichtet auf Opern-Neubau und setzt auf kostensparende Sanierung
Sebastian KönigDüsseldorf verzichtet auf Opern-Neubau und setzt auf kostensparende Sanierung
Düsseldorf hat die Pläne für den Neubau eines Opernhauses verworfen und wird stattdessen sein historisches Haus sanieren. Die Entscheidung fällt nach jahrelangen Debatten über Kosten und Finanzierung. Als Hauptgrund für die Kehrtwende nannten Stadtvertreter die angespannte Haushaltslage.
Ende 2021 hatte der Stadtrat noch einem Neubau mit ursprünglichen Kosten von 716 Millionen Euro zugestimmt. Später schnellte das Budget in die Höhe und erreichte eine Obergrenze von einer Milliarde Euro. Über 50 Jahre hätten sich die Finanzierungskosten auf insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro summiert.
Damals wurde eine Sanierung des Nachkriegsbaus als keine tragfähige Alternative angesehen. Stattdessen setzte man auf das Projekt „Oper der Zukunft“. Doch Oberbürgermeister Stephan Keller räumte ein, dass die Rücknahme dieser Entscheidung nicht leichtgefallen sei.
Mit der Umorientierung zur Sanierung können die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein ohne Unterbrechung weiterlaufen. Die Stadtspitze betonte zudem, dass sich alle Investitionen im bestehenden Budgetrahmen bewegen müssten. Düsseldorf steht vor weiteren großen Ausgaben, etwa für Schulneubauten und eine Brücke – Faktoren, die in die endgültige Entscheidung einflossen.
Die Sanierung wird das bestehende Opernhaus erhalten und gleichzeitig die hohen Kosten eines Neubaus vermeiden. Während der Arbeiten wird der Spielbetrieb wie gewohnt aufrechterhalten. Die Verantwortlichen bestätigten, dass sämtliche Ausgaben nun innerhalb der engen finanziellen Spielräume der Stadt bleiben müssen.






