Elektrobus-Depot in Mönchengladbach soll ÖPNV bis 2030 revolutionieren
Nina LehmannElektrobus-Depot in Mönchengladbach soll ÖPNV bis 2030 revolutionieren
Neues E-Bus-Depot soll Verkehr in Mönchengladbach und Viersen revolutionieren
Auf dem Gelände der ehemaligen Niederrhein-Kaserne entsteht ein modernes Depot, das bis zu 260 Elektrobusse aufnehmen und den Weg zu einer vollständigen Elektrifizierung der Busflotte bis 2030 ebnen soll. Bürgerinnen und Bürger können die Pläne nun im Rahmen einer öffentlichen Konsultation einsehen und dazu Stellung nehmen.
Die Niederrheinische Energie und Wasser (NEW) hat das ehemalige Kasernengelände erworben, um dort ein gemeinsames Depot für beide Städte zu errichten. Auf dem 96.200 Quadratmeter großen Areal entstehen Park- und Ladezonen für bis zu 120 Busse gleichzeitig sowie Werkstätten, Büros und Sozialräume für das Personal. Rund 20 Prozent der Fläche bleiben als natürlicher Lebensraum erhalten, der Rest wird für betriebliche Einrichtungen genutzt.
Zudem arbeitet die Stadt an zwei Bebauungsplänen: Plan Nr. 812/N regelt die Ausweisung des Depots, während Plan Nr. 819/N die Erweiterung des benachbarten Betriebsgeländes nördlich der A 61 vorsieht. Ein angrenzendes Grundstück soll für Recycling und gewerbliche Nutzung umgewidmet werden, umgeben von einer Grünzone, die das Gelände harmonisch in die Umgebung einbindet.
Bevor die Pläne finalisiert werden, findet am Dienstag, 24. März, um 18 Uhr im Raum 2028 des Rheydter Rathauses eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Interessierte müssen sich bis Sonntag, 22. März, per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 49 2161/25-8565 oder -8567 (zu den Dienstzeiten) anmelden.
Vom Mittwoch, 25. März, bis Freitag, 24. April, liegen die vollständigen Planunterlagen digital sowie im Fachbereich Stadtentwicklung und Planung zur Einsicht aus. In diesem Zeitraum können Bürgerinnen und Bürger Feedback zu den Entwürfen einreichen.
Das Depot ist ein zentraler Baustein für die Umstellung der gesamten Busflotte auf Elektroantrieb bis 2030. Nach Fertigstellung dient es als Drehscheibe für Ladung, Wartung und Betrieb. Die öffentliche Beteiligung hilft, das finale Design vor Baubeginn mitzugestalten.