Erdbeben-Großübung im Kreis Euskirchen testet Krisenmanagement unter Realbedingungen
Niklas SchmitzErdbeben-Großübung im Kreis Euskirchen testet Krisenmanagement unter Realbedingungen
Großübung für Erdbeben-Katastrophenfall im Kreis Euskirchen
Im Kreis Euskirchen fand eine großangelegte Notfallübung statt, um sich auf ein verheerendes Erdbeben vorzubereiten. Das Szenario simulierte ein Beben der Stärke 6,5 im nördlichen Teil der Region, das weitreichende Zerstörungen verursacht. Über 100 ehrenamtliche und professionelle Einsatzkräfte nahmen an der großflächigen Trainingsmaßnahme teil.
Die Übung wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen konzipiert. Sie basierte auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019, in der das Kölner Bucht-Gebiet als Erdbebenregion mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 eingestuft wurde.
Im Mittelpunkt stand die Erprobung des Krisenmanagements des Kreises – insbesondere die Fähigkeit, schnell Kräfte zu mobilisieren, Ressourcen zu verteilen und die Kommunikation zwischen den Behörden aufrechtzuerhalten. Die Einsatzleitung, die nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 auf der Führungsebene D agierte, setzte sich aus Vertretern aller kommunalen Feuerwehren zusammen. Darunter waren Frank Eichen, Gerd Geller, Oliver Geschwind, Alexander Kloster, André Leisten, Achim Nießen, Jens Schreiber und Michael Züll von der Stadtfeuerwehr Mechernich.
Landrat Markus Ramers lobte die Übung im Nachgang als wichtigen Schritt zur Stärkung der langfristigen Krisenreaktionsfähigkeiten. Die Simulation bot den Einsatzteams praktische Erfahrungen im Umgang mit einer großflächigen Katastrophe. Geübt wurden Abstimmung, Ressourcenmanagement und schnelle Entscheidungsfindung unter Druck. Die Ergebnisse sollen künftige Einsatzstrategien in der Region optimieren.






