17 March 2026, 00:43

Essen macht zwei Plätze fit für den Klimawandel – Baustart 2026

Ein Stadtplatz mit einem zentralen Brunnen, umgeben von Bänken, Laternen, Bäumen, Pflanzen, Blumen und Gras, mit Gebäuden, Fahrzeugen, Hügeln und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Essen macht zwei Plätze fit für den Klimawandel – Baustart 2026

Essen gestaltet zwei öffentliche Plätze klimaresilient um. Die Projekte am Marktplatz Überruhr-Hinsel und am Giebelplatz in Margarethenhöhe konzentrieren sich auf die Reduzierung von Hitze, die Bewältigung von Starkregen und die Aufwertung von Grünflächen. Planung und Finanzierung für beide Standorte wurden Anfang dieses Jahres bewilligt.

Der Ausschuss für Verkehr und Mobilität hatte die Planungsbeschlüsse bereits im Januar gefasst. Bis Februar billigte der Stadtrat die notwendigen Mittel sowie die Baupläne. Die Arbeiten sollen nun im Sommer 2026 beginnen.

Am Marktplatz Überruhr-Hinsel umfasst die Neugestaltung wasserdurchlässige Pflasterflächen, um Oberflächenabfluss zu verringern, sowie umfangreiche Baumpflanzungen für Schatten. Begrünte Dächer werden neue Bauwerke bedecken, während Regenwassersammelsysteme die Bewässerung sicherstellen. Der Platz erhält zudem modulare Sitzgelegenheiten, hochwassersichere Pflanzkübel und solarbetriebene Beleuchtung. Die Planungskosten belaufen sich auf geschätzte 47.000 Euro, die Baukosten sind mit einer Million Euro veranschlagt.

Für den Giebelplatz in Margarethenhöhe sind Rigolen zur natürlichen Entwässerung sowie trockenheitsresistente heimische Pflanzen vorgesehen. Kühle, reflektierende Oberflächen sollen die städtische Hitze mindern, und adaptive Begrünungswände werden die Luftqualität verbessern. Die Umgestaltung sieht außerdem robuste Spielbereiche mit hochwassersicherem Bodenbelag, Gemeinschaftsgärten und Nebelanlagen zur Sommerkühlung vor. Hier betragen die Planungskosten 38.000 Euro, die Baukosten sind mit 910.000 Euro kalkuliert.

Beide Projekte legen den Fokus auf die Verringerung von Hitzestress, die Optimierung der Starkregenbewältigung und die Erweiterung von Erholungsflächen im Grünen.

Ziel der Vorhaben ist es, Klimafolgen abzumildern und gleichzeitig die Lebensqualität in Essen zu steigern. Nach Fertigstellung werden die umgestalteten Plätze zum Klimaschutz beitragen und widerstandsfähigere öffentliche Räume bieten. Der Baubeginn ist für Mitte 2026 geplant.

AKTUALISIERUNG

Ratsstube finalisiert Klimaresistente Platzprojekte

Der Rat der Stadt Essen hat die Genehmigung für die klimawandelangepassten Umgestaltungen der Plätze am 11. Februar 2026 bestätigt, wobei der Bau im Sommer 2026 beginnen soll. Die Entscheidung erfolgte nach öffentlichen Konsultationen und Machbarkeitsstudien, die die Pläne beeinflussten. Die Finanzierung für beide Projekte, einschließlich 1.455 Millionen Euro aus einem neuen Klimainnovationsfonds, garantiert die Umsetzung von wärmeverringernden und flutabweisenden Maßnahmen.