15 April 2026, 10:03

EU-Banküberweisungen werden ab Oktober sicherer – doch Kunden tragen mehr Risiko

Alte japanische 10-Yen-Banknote der International Banking Corporation, schwarz mit fetter Schrift 'International Banking Corporation'.

EU-Banküberweisungen werden ab Oktober sicherer – doch Kunden tragen mehr Risiko

Neue Regeln für EU-weite Banküberweisungen treten am 9. Oktober in Kraft

Die Änderungen sollen Betrug eindämmen, indem die Angaben der Empfänger gründlicher geprüft werden. Kunden müssen künftig strengere Kontrollen durchlaufen – und tragen damit auch mehr Verantwortung, wenn sie Geld überweisen.

Ab Oktober sind alle Finanzinstitute verpflichtet, das sogenannte "Verification of Payee" (VoP)-System zu nutzen. Dabei wird vor der Freigabe der Zahlung überprüft, ob der Name des Empfängers mit der IBAN, der Bankleitzahl (BIC) und einer Referenznummer übereinstimmt. Stimmen die Daten exakt überein, genehmigt die Bank die Überweisung und haftet im Falle eines Verlusts des Geldes.

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Bei kleinen Abweichungen zeigt das System den tatsächlichen Kontonamen zur Bestätigung an. Bei offensichtlichen Unstimmigkeiten erscheint eine Warnung, die Kunden davon abhält, die Transaktion fortzusetzen – es sei denn, sie können Betrug ausschließen. Wer trotz solcher Hinweise überweist, haftet persönlich für etwaige Verluste.

Die Neuerung fällt zusammen mit der Einführung von Echtzeit-Überweisungen, die die üblichen Bearbeitungszeiten umgehen. Betrüger nutzen oft Zeitdruck aus, um Zahlungen, die eigentlich für legitime Empfänger bestimmt sind, auf eigene Konten umzuleiten. Häufig beginnen solche Betrugsversuche mit harmlos wirkenden E-Mails oder gefälschten Jobangeboten, die Opfer dazu verleiten sollen, finanzielle Daten preiszugeben.

Banken erstatten nur dann Betrugsverluste, wenn Kunden alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten haben und keine Schuld trifft. Die neuen Maßnahmen verlagern mehr Verantwortung auf die Einzelnen, Überweisungen vor dem Absenden genau zu prüfen.

Das VoP-System bietet ab Oktober eine zusätzliche Sicherheitsebene für EU-Banktransfers. Kunden müssen die Empfängerangaben künftig sorgfältiger bestätigen, um Betrug zu vermeiden. Wer Warnungen ignoriert, riskiert den Verlust des Geldes – ohne Anspruch auf Erstattung durch die Bank.

Quelle