Evonik erhöht Finanzprognose für 2026 nach starkem Quartalswachstum
Sebastian KönigEvonik erhöht Finanzprognose für 2026 nach starkem Quartalswachstum
Evonik Industries hebt Finanzprognose für 2026 an
Der Essener Chemiekonzern Evonik Industries AG hat seine Finanzziele für das Jahr 2026 nach oben korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun mit einer stärkeren Geschäftsentwicklung als bisher erwartet – die wichtigsten Kennziffern werden die früheren Prognosen übertreffen. Analysten hatten für das zweite Quartal des Jahres dagegen geringere Ergebnisse vorhergesagt.
Evonik prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro. Das wäre ein Anstieg gegenüber dem Ergebnis von 2025, das bei rund 1,9 Milliarden Euro lag. Für die erste Jahreshälfte 2026 wird ein bereinigtes EBITDA von etwa 1,1 Milliarden Euro erwartet.
Für das zweite Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten EBITDA von 600 bis 650 Millionen Euro – und liegt damit über dem Analystenkonsens von rund 567 Millionen Euro. Zudem wird erwartet, dass der freie Cashflow im Quartal den Wert aus dem zweiten Quartal 2025 (minus 211 Millionen Euro) deutlich übertrifft.
Zwei Geschäftsbereiche treiben das Wachstum voran: Die Sparte Tierernährung verzeichnet weiterhin eine nachhaltige Dynamik, wobei sich die positiven Trends voraussichtlich bis ins dritte Quartal 2026 fortsetzen werden. Auch der Bereich Advanced Technologies entwickelt sich gut und profitiert von Lieferengpässen bei asiatischen Wettbewerbern.
Evonik hält an seinem Ziel einer Cash-Conversion-Rate von etwa 40 Prozent für 2026 fest. Die endgültigen Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 werden am 4. August 2026 veröffentlicht.
Die angehobenen Prognosen spiegeln eine verbesserte Geschäftslage wider. Sowohl das bereinigte EBITDA als auch der freie Cashflow liegen auf Kurs, die früheren Erwartungen zu übertreffen. Die starke Performance in den Schlüsselsegmenten untermauert die revidierten Finanzziele des Konzerns.
