Forschungsprojekt POTUS sucht nach Lösungen für nachhaltigen Güterverkehr in Städten
Nina LehmannForschungsprojekt POTUS sucht nach Lösungen für nachhaltigen Güterverkehr in Städten
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie Städte den Güterverkehr nachhaltiger gestalten können. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal konzentriert sich die Studie auf lokale Dienstleistungen und deren Auswirkungen auf die Nachfrage nach Lieferungen in urbanen Räumen. Die Initiative soll das Konzept der "15-Minuten-Stadt" unterstützen, in der wichtige Einrichtungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad leicht erreichbar sind.
Das Projekt POTUS, koordiniert vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung der Universität, analysiert, wie die Merkmale einzelner Stadtteile den Lieferverkehr beeinflussen. Die Forscher:innen möchten herausfinden, in welchen Vierteln es zu deutlichen Spitzen im Güteraufkommen kommt und unter welchen Bedingungen dies geschieht. Die Erkenntnisse sollen Städten helfen, bessere Verkehrsstrategien zu entwickeln.
Zudem geht das Team Datenlücken in der städtischen Güterverkehrsplanung an. Derzeit fehlt es an verlässlichen Informationen, was gezielte Lösungen erschwert. Regelmäßige Erhebungen und länderübergreifende Vergleiche werden entscheidend sein, um neue Konzepte zu entwickeln.
Mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem EU-Programm "Driving Urban Transitions" sowie nationalen Mitteln gefördert, beteiligt sich ein Konsortium mit Partner:innen aus Österreich, Schweden, Frankreich und Italien. Auch deutsche Städte wie Düsseldorf und Wiesbaden wirken mit. Ziel ist es, Empfehlungen für einen effizienteren und klimafreundlicheren Güterverkehr zu erarbeiten.
Die Ergebnisse könnten Städten helfen, das "15-Minuten-Stadt"-Modell effektiver umzusetzen. Durch ein besseres Verständnis der Liefernachfrage können Planer:innen unnötigen Güterverkehr reduzieren und eine nachhaltige Stadtlogistik fördern. Die Projektergebnisse könnten künftige Politiken für einen saubereren und effizienteren urbanen Transport prägen.






