Forschungsprojekt ZEROES verwandelt Bauabfälle in klimafreundliche Baumaterialien
Niklas SchmitzForschungsprojekt ZEROES verwandelt Bauabfälle in klimafreundliche Baumaterialien
Neues Forschungsprojekt will CO₂-Emissionen im Baugewerbe senken – durch die Umwandlung von Abfällen in nachhaltige Baumaterialien
Die Initiative ZEROES, die am 3. Juli 2024 gestartet wurde, vereint Expertinnen und Experten, um klimapositivere Alternativen für Beton und Kalksandsteine zu entwickeln. Der Bausektor verbraucht derzeit jährlich rund 40 Milliarden Tonnen Sand und Kies. Herkömmliche mineralische Bindemittel wie Zement erfordern enorme Energiemengen und tragen damit maßgeblich zu den globalen Emissionen bei. Das ZEROES-Projekt setzt stattdessen auf recycelte Bauabfälle und nutzt Karbonate, um Materialien zu binden und CO₂ zu kompensieren.
Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts UMSICHT in Oberhausen arbeiten das Betonwerk Büscher und Rohstoffbauwerke an zwei zentralen Ansätzen: Zum einen soll CO₂ direkt in die Herstellung von Kalksandsteinen eingebunden werden, zum anderen sollen herkömmliche Füllstoffe durch karbonatbasierte Alternativen ersetzt werden. Sämtliche Rohstoffe stammen aus Abbruchmaterialien, um einen vollständig kreislauffähigen Prozess zu gewährleisten.
Projektleiter Dr. Michael Prokein steuert die Entwicklung dieser kohlenstoffarmen Lösungen. Gelingen die Vorhaben, könnten die Methoden eine skalierbare Möglichkeit bieten, die Umweltbelastung der Branche zu verringern – ohne Einbußen bei der statischen Performance.
Das ZEROES-Projekt ist ein wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigeren Bauwesen, indem es Abfälle wiederverwendet und CO₂ in Baumaterialien bindet. Die Erkenntnisse des Teams könnten praktikable Lösungen für eine Branche liefern, die einen beträchtlichen Anteil der globalen Emissionen verursacht.






