31 May 2026, 04:02

Fraunhofer ILT revolutioniert Luftfahrt mit nachhaltigen Technologien und Wasserstoffantrieben

Towards Green Aviation with 3D Printing

Fraunhofer ILT revolutioniert Luftfahrt mit nachhaltigen Technologien und Wasserstoffantrieben

Die Luft- und Raumfahrtbranche steuert auf grüne Technologien zu, da die Emissionsvorgaben strenger werden. Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, die CO₂-Emissionen im Luftverkehr bis 2050 um 60 Prozent zu senken – bezogen auf das Basisjahr 1990. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT in Aachen spielen bei diesem Wandel eine Schlüsselrolle, indem sie nachhaltige Fertigungsverfahren und Antriebskonzepte vorantreiben.

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Das Fraunhofer ILT entwickelt fortschrittliche additive Fertigungstechniken, um die Luftfahrt umweltfreundlicher zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Laser-Pulverbettverfahren (LPBF), einem Prozess, bei dem komplexe, leichte und hochfeste Flugzeugteile Schicht für Schicht aufgebaut werden. Moderne Sensoren ermöglichen es dem System nun, winzige Fehler – einige nur 0,4 Millimeter groß – während der Produktion zu erkennen und so Qualität sowie Zuverlässigkeit zu steigern.

Das Institut forscht zudem an speziellen Metallpulvern, die auf wasserstoffbasierte Antriebssysteme zugeschnitten sind. Diese Materialien sind darauf ausgelegt, den Anforderungen emissionsfreier Flüge standzuhalten – ein zentrales Anliegen in Projekten wie TIRIKA, wo Wasserstoff als sauberer Energieträger für Flugzeuge erforscht wird. Über die Luftfahrt hinaus ist das Fraunhofer ILT am EU-geförderten Projekt ENLIGHTEN beteiligt, das kostengünstige und umweltfreundliche Raketentriebwerke auf Basis von Biomethan und grünem Wasserstoff entwickeln soll.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt der Arbeit. Mit Ökobilanz-Tools (Life Cycle Assessment, LCA) wird der ökologische Fußabdruck der additiven Fertigung gemessen. Zwar verbraucht das LPBF-Verfahren viel Energie, Studien zeigen jedoch, dass es dennoch eine geringere Umweltbelastung verursacht als herkömmliche Produktionsmethoden. Unterdessen bereitet die EU weitergehende Regularien vor, darunter ein geplantes EU-Raumfahrtrecht (EUSL), um sicherzustellen, dass Nachhaltigkeit auch in der Raumfahrt verankert wird.

Der Druck hin zu saubereren Luft- und Raumfahrttechnologien nimmt Fahrt auf – mit dem Fraunhofer ILT als treibender Kraft durch innovative Fertigung und Wasserstoffforschung. Diese Entwicklungen passen zu den Klimazielen der EU und den kommenden Nachhaltigkeitsvorschriften. Während die Branche grüne Verfahren übernimmt, werden sowohl die Luftfahrt als auch die Raumfahrt umweltverträglicher gestaltet.

Quelle