Funke Mediengruppe verlässt MVFP bis 2027 – Streit um Vorstandswahl entscheidet
Niklas SchmitzFunke Mediengruppe verlässt MVFP bis 2027 – Streit um Vorstandswahl entscheidet
Die Funke Mediengruppe, einer der größten Medienkonzerne Deutschlands, wird die MVFP (Medien- und Fachverlage-Publikumszeitschriften) bis zum 30. Juni 2027 verlassen. Die Entscheidung fällt in eine Phase des Führungswechsels innerhalb des Verbandes. Die MVFP vertritt Zeitschriften-, Medien- und Digitalverlage in Gesprächen mit Politik und Wirtschaft.
Das Unternehmen war über Jahre hinweg einer der wichtigsten finanziellen Förderer und einflussreichsten Mitglieder der MVFP. Der Austritt folgt einem Streit über die Auswahl und Kommunikation der Kandidaten für die anstehende Vorstandswahl des Verbandes.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Funke Mediengruppe einen Branchenverband verlässt: Bereits 2022 war sie aus dem BDZV (Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger) aus ähnlichen Gründen ausgetreten. Der aktuelle Rückzug fällt zusammen mit dem Rücktritt des langjährigen MVFP-Vorsitzenden Philipp Welte, dessen Nachfolge voraussichtlich Lars Joachim Rose antreten wird.
Bisher gibt es keine Angaben dazu, ob oder unter welchen Bedingungen eine mögliche Rückkehr des Unternehmens in den Verband infrage kommt.
Der Verlust der Funke Mediengruppe ist ein schwerer Rückschlag für die MVFP. Fehlende finanzielle Unterstützung und sinkender Einfluss schwächen den Verband zusätzlich. Die anstehende Neuaufstellung der Führungsebene und die laufenden Konflikte belasten die Zukunft des Verbandes mit weiterer Unsicherheit.
