Große Klimademo in Hamm: Protest gegen Gaskraftwerke und für Energiewende
Sebastian KönigGroße Klimademo in Hamm: Protest gegen Gaskraftwerke und für Energiewende
Am 30. Mai findet in Hamm eine große Demonstration gegen die Pläne für neue Gaskraftwerke statt. Umweltverbände wie Greenpeace und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) führen die Proteste an. Die Aktion richtet sich gegen die Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU), die Kritiker vorwerfen, fossile Brennstoffe auf Kosten erneuerbarer Energien zu bevorzugen.
Die Kundgebung beginnt um 12 Uhr; die Demonstranten ziehen zum Kraftwerk Gersteinwerk. Als symbolische Geste werden die Teilnehmer die Form eines Windrads bilden, um ihre Unterstützung für erneuerbare Energien zu zeigen.
Verena Graichen, politische Geschäftsführerin des BUND, warf Ministerin Reiche vor, wie eine Lobbyistin der fossilen Energiewirtschaft zu handeln. Sie argumentierte, Reiches Pläne verzögerten den Ausbau erneuerbarer Energien und kämen stattdessen Konzernen wie RWE zugute. Mira Jäger, Energieexpertin bei Greenpeace, unterstrich diese Kritik und betonte, dass erneuerbare Energien entscheidend seien, um die Abhängigkeit von autoritären Regimen zu verringern.
Jäger kritisierte Reiche zudem dafür, die Energiewende auszubremse und Öl- und Gasheizungen zu fördern. Das Bündnis, zu dem auch Fridays for Future und Campact gehören, will sich gegen eine Politik stellen, die sie als schädlich für die Klimaziele ansieht.
Bei der Demonstration in Hamm schließen sich mehrere Umweltorganisationen zusammen. Ihr Fokus liegt auf der Ablehnung neuer Gasinfrastruktur und der Beschleunigung des Umstiegs auf saubere Energien. Der Protest verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Regierungspolitik und den Forderungen der Klimabewegung.






