Großrazzia zerschlägt kriminelles Netzwerk im deutschen Baugewerbe mit Millionenbetrug
Niklas SchmitzGroßrazzia zerschlägt kriminelles Netzwerk im deutschen Baugewerbe mit Millionenbetrug
Großrazzia zerschlägt organisierte Kriminellenbande im deutschen Baugewerbe
Bei einer großangelegten Aktion ist ein kriminelles Netzwerk zerschlagen worden, dem großflächiger Betrug im deutschen Bausektor vorgeworfen wird. Am Dienstag, dem 29. Oktober 2024, durchsuchten die Behörden 24 Objekte in drei Bundesländern und deckten dabei illegale Beschäftigung, Steuerhinterziehung sowie Lohnbetrug in Millionenhöhe auf.
Die Hauptzollamt Dortmund – Zweigstelle Siegen leitete die Razzia und setzte rund 180 Beamte ein. Unterstützung erhielt sie von der Kriminalpolizei in Olpe, während die Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bremen stattfanden.
Die Ermittler beschlagnahmten sechs Luxusfahrzeuge, Bargeld sowie Bankkonten, die mit den illegalen Gewinnen in Verbindung stehen. In zwei Wohnungen wurden zudem nicht angemeldete Schusswaffen sichergestellt. Die Gruppe soll ein Geflecht aus Briefkastenfirmen genutzt haben, um ihre Machenschaften zu verschleiern.
Der Bande wird vorgeworfen, ausländische Arbeitskräfte ohne gültige Visa nach Deutschland eingeschleust zu haben. Diese wurden anschließend auf Baustellen ausgebeutet, wobei Löhne vorenthalten und Sozialabgaben umgangen wurden. Erste Schätzungen zufolge wurden allein den Sozialkassen über 4,4 Millionen Euro entzogen.
Zudem kamen Steuerhinterziehung und systematischer Betrug am Sozialsystem der Bauwirtschaft ans Licht. Die Behörden prüfen weiterhin das volle Ausmaß der kriminellen Aktivitäten.
Die Razzia stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen organisierte Wirtschaftskriminalität im deutschen Baugewerbe dar. Vermögenswerte wurden eingezogen, und die Ermittlungen zur Aufklärung weiterer Straftaten laufen noch. Der Fall zeigt das Ausmaß von Ausbeutung und Finanzbetrug im Zusammenhang mit Schwarzarbeit auf.






