Grüne fordern radikale Bahnwende für NRW – mehr Zuverlässigkeit und bessere Verbindungen
Niklas SchmitzGrüne fordern radikale Bahnwende für NRW – mehr Zuverlässigkeit und bessere Verbindungen
Die Grünen haben zentrale Forderungen vorgelegt, um den Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Die Partei betont, dass ein zuverlässiges, sicheres und attraktives Bahnnetz entscheidend ist, um die Abhängigkeit vom privaten Pkw zu verringern. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, aktuelle Störungen zu beheben und die langfristigen Bedürfnisse der Fahrgäste zu berücksichtigen.
Leon Kröck, Vorsitzender der Solinger Grünen, wies darauf hin, dass die Fahrgäste die anhaltenden Einschränkungen mit Geduld ertragen. Die Partei anerkennt zwar, dass das deutsche Schienennetz modernisiert wird, doch bleiben Störungen ein großes Problem für Reisende.
Die Grünen setzen sich für mehrere Veränderungen ein. Sie fordern, die RE2-Linie umzuleiten, um Solingen, Wuppertal und das östliche Ruhrgebiet direkt zu verbinden. Zudem verlangen sie neue Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte, noch vor Beginn der Arbeiten am RRX-Projekt. Priorität hat außerdem die Elektrifizierung der S7-Linie sowie deren Verlängerung bis Düsseldorf.
Um die Zuverlässigkeit zu erhöhen, plädiert die Partei für schnellere Modernisierungen der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung von Baustellen. Sie betont, dass die Planung durch das Land und den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) stärker an den lokalen Bedürfnissen ausgerichtet werden muss. Kürzlich brachte die Wiederaufnahme des Betriebs auf den Linien RE7 und RB48 nach monatelangen Sperrungen Entlastung – doch weitere Bauarbeiten stehen an.
Die Vorschläge der Grünen konzentrieren sich darauf, die Bahn als attraktive und effiziente Alternative zum Individualverkehr zu stärken. Geplant sind bessere Verbindungen, Infrastrukturausbau und weniger Störungen – Maßnahmen, die den Schienenverkehr langfristig als echte Alternative zum Auto etablieren sollen.
