30 March 2026, 10:03

Hammer-Möbelhäuser gerettet – doch 70 Filialen schließen für immer

Ein Möbelgeschäfts-Innenraum mit Sofas, Tischen, Stühlen, Hockern und anderen Gegenständen sowie Deckenlampen und Texttafeln, einschließlich eines Wasserzeichens.

Hammer-Möbelhäuser gerettet – doch 70 Filialen schließen für immer

Der angeschlagene Möbelhandelskonzern Hammer wurde an die Investorengruppe ReThink verkauft. Der Deal folgt auf Monate der Unsicherheit, nachdem die Muttergesellschaft Brüder Schlau im Juni Insolvenz angemeldet hatte. Durch die Übernahme bleiben rund 1.200 Arbeitsplätze erhalten.

Die Brüder Theodor und Wilhelm Schlau hatten das Unternehmen 1921 als Farbgroßhandel in Minden gegründet. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem bedeutenden Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen mit Standorten in ganz Deutschland.

ReThink übernimmt 93 der bestehenden Hammer-Filialen, die voraussichtlich weiterbetrieben werden und damit vielen Mitarbeitenden ihre Jobs sichern. Allerdings werden etwa 70 weitere Hammer-Standorte geschlossen, wodurch zahlreiche Beschäftigte von Entlassungen betroffen sein werden.

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Aktuell laufen Gespräche mit den Betriebsräten, um Sozialpläne auszuarbeiten und die Interessen der Belegschaft zu wahren. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen werden entscheiden, welche Unterstützung die von Arbeitsplatzverlusten betroffenen Mitarbeitenden erhalten.

Unterdessen wird die Schlau-Großhandelsdivision, die rund 60 Märkte betrieb, vollständig abgeschlossen. Der verbleibende Warenbestand soll verkauft werden. Einige Schlau-Standorte könnten unter neuem Namen wiedereröffnet werden, doch über die genaue Anzahl oder die betroffenen Filialen gibt es noch keine Klarheit.

Die Brüder Schlau Gruppe als Ganzes wird nun abgewickelt. Die Insolvenzanmeldung im Juni läutete das Ende des einst blühenden Unternehmens ein.

Mit der Übernahme werden 93 Hammer-Filialen unter neuer Führung weitergeführt. Rund 1.200 Beschäftigte behalten ihre Arbeitsplätze, während viele andere vor einer ungewissen Zukunft stehen. Die Schließung der Schlau-Großhandelsabteilung und Dutzender Hammer-Standorte wird die Präsenz des Konzerns in Deutschland grundlegend verändern.

Quelle