Hellweg beantragt Eigenverwaltung – 2.900 Mitarbeiter betroffen
Die Baumarktkette Hellweg mit Sitz in Dortmund hat Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen reichte den Antrag beim Amtsgericht Essen ein, nachdem es seit Langem mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Nun haben Sanierungsexperten die Geschäftsführung übernommen, um den Betrieb zu stabilisieren.
Die Probleme des Unternehmens begannen mit rückläufigen Umsätzen nach dem Ende der Pandemie-Beschränkungen. 2023 verzeichnete Hellweg trotz eines Umsatzes von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro. Auch der deutsche Baumarktsektor insgesamt verzeichnete einen Rückgang – die Branchenumsätze sanken von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Folgejahr. Steigende Baukosten, Energiepreise und Inflation verschärften die Lage zusätzlich.
Den endgültigen Ausschlag gab der Entzug der Warenkreditversicherung, der das Unternehmen zwang, Insolvenzschutz zu beantragen. Betroffen sind rund 2.900 Mitarbeiter bundesweit, die für drei Monate Insolvenzgeld erhalten werden.
Die Insolvenzanmeldung markiert einen entscheidenden Moment für Hellweg. Das Sanierungsteam wird nun daran arbeiten, das Unternehmen umzustrukturieren. Während des Prozesses sind die Beschäftigten vorerst auf staatliche Unterstützung angewiesen.






