Henkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar und stärkt Premium-Haarpflege
Sebastian KönigHenkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar und stärkt Premium-Haarpflege
Henkel übernimmt Olaplex für rund 1,4 Milliarden US-Dollar
Der deutsche Konzern Henkel hat sich auf die Übernahme des US-Haarpflegemarkenherstellers Olaplex für etwa 1,4 Milliarden Dollar geeinigt. Die Anfang 2026 bekannt gegebene Transaktion markiert einen bedeutenden Schritt im Premium-Haarpflegemarkt. Nach Bekanntwerden der Nachricht stieg der Aktienkurs von Olaplex im vorbörslichen Handel um fast 50 Prozent.
Olaplex wird auch nach der Übernahme unter eigenem Namen weitergeführt, profitiert jedoch künftig vom globalen Vertriebsnetz von Henkel. Das Unternehmen hat seit der Einführung seiner bahnbrechenden Bonding-Technologie im Jahr 2014 die Haarpflegebranche revolutioniert. Besonders in Nordamerika baute die Marke eine treue Kundschaft auf und expandierte später nach Europa. 2025 erzielte Olaplex einen Umsatz von rund 370 Millionen Euro – ein Erfolg, der Henkel auf den Plan rief. Der Dax-Konzern will damit seine Position im Premium-Segment weiter stärken.
Der Deal bewertet Olaplex mit 2,06 Dollar pro Aktie – ein Aufschlag von 55 Prozent auf den Schlusskurs vom 25. März und 45 Prozent über dem 30-Tage-Durchschnitt. Die Aktionäre, darunter die Beteiligungsgesellschaft Advent International, haben dem Verkauf bereits zugestimmt. Nun stehen noch die behördlichen Genehmigungen aus; die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
Henkel plant, die Reichweite von Olaplex auszubauen, indem es die globale Vertriebsstruktur des Konzerns mit dem starken Direktvertrieb der Marke verbindet. Die Nachfrage nach hochwertigen Haarpflegeinnovationen treibt insbesondere in Europa ein stetiges Wachstum im Luxussegment voran. Sobald die Übernahme vollzogen ist, wird Olaplex in das Portfolio von Henkel integriert, behält jedoch seine eigenständige Markenidentität.
Die Transaktion erweitert Henkels Präsenz im Premium-Haarpflegemarkt und nutzt den innovativen Ruf von Olaplex. Nun fehlt nur noch die kartellrechtliche Freigabe, bevor der Deal noch in diesem Jahr finalisiert werden kann.






