Italo rollt 2028 mit blauen Hochgeschwindigkeitszügen gegen die Deutsche Bahn an
Sebastian KönigItalo rollt 2028 mit blauen Hochgeschwindigkeitszügen gegen die Deutsche Bahn an
Italienischer Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italo startet 2028 in Deutschland
Der italienische Hochgeschwindigkeitszuganbieter Italo wird voraussichtlich ab April 2028 seinen Betrieb in Deutschland aufnehmen. Das Unternehmen plant, mit blauen Zügen direkt mit der ICE-Flotte der Deutschen Bahn zu konkurrieren. Mit einer Investition von 3,6 Milliarden Euro soll der Markt durch günstigere Tickets und mehr Verbindungen aufgemischt werden.
Die Expansion beginnt mit 30 neuen Siemens-Velaro-Zügen, die täglich 56 Strecken bedienen werden – darunter stündliche Verbindungen zwischen München, Köln und Dortmund. Zudem sollen die Züge alle zwei Stunden zwischen München, Berlin und Hamburg verkehren.
Das Vorhaben steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass bis Ende Mai langfristige Netzkapazitäten gesichert werden. Falls dies gelingt, wird Italo eine deutsche Tochtergesellschaft namens Atrium SE gründen, um den Betrieb zu steuern. Ab Juni sollen 2.500 neue Stellen im Service- und Betriebsbereich besetzt werden, während über 5.000 Industriearbeiter in die Zugproduktion eingebunden sind.
Italo blickt auf Erfolge in Italien zurück, wo das Unternehmen die Ticketpreise senkte und die Servicequalität verbesserte. Zudem wurde ein 30-jähriger Wartungsvertrag mit Siemens unterzeichnet, der die langfristige Betreuung der deutschen Flotte sichert.
Die Expansion soll Tausende Arbeitsplätze schaffen und den Wettbewerb im deutschen Schienenverkehr beleben. Mit niedrigeren Preisen und häufigeren Verbindungen könnte Italo die Reisegewohnheiten zwischen den großen Städten verändern. Der Erfolg des Projekts hängt nun davon ab, ob in den kommenden Wochen der Zugang zum Streckennetz finalisiert wird.






