17 March 2026, 00:43

Jugendliche drohen Frau mit Softair-Pistole nach Aufforderung zum Stopp

Ein Spielzeugsoldat mit einer Pistole geht die Straße entlang, mit leicht unscharfen Gebäuden im Hintergrund.

Jugendliche drohen Frau mit Softair-Pistole nach Aufforderung zum Stopp

In Lüdenscheid soll eine Frau von zwei Jugendlichen bedroht und beschimpft worden sein, nachdem sie diese aufgefordert hatte, das Schießen mit einer Softair-Pistole zu unterlassen. Der Vorfall ereignete sich auf der Altenaer Straße, wo die beiden Jugendlichen in einem Parkplatz eines Discounters mit Plastikgeschossen um sich schossen.

Die Auseinandersetzung begann, als die Frau die Jugendlichen bat, das Schießen im öffentlichen Bereich zu beenden. Daraufhin sollen diese die Waffe auf sie gerichtet und sie verbal angegriffen haben. Die Polizei bestätigte, dass die Frau bei dem Zwischenfall keine körperlichen Verletzungen davontrug.

Die Behörden konnten die Jugendlichen später identifizieren und informierten deren Eltern. Die beiden wurden in deren Obhut entlassen, doch die Beamten erstatteten Anzeige zur weiteren Verfolgung des Falls. Nach deutschem Recht kann das offene Tragen oder Abfeuern von Softair-Waffen in der Öffentlichkeit gegen das Waffengesetz verstoßen. Waffen mit einer Mündungsenergie von über 0,5 Joule – selbst wenn sie legal besessen werden – dürfen nur auf zugelassenen Schießständen verwendet werden. Für Minderjährige gelten strengere Regelungen: Unter 18-Jährige dürfen solche Waffen in der Öffentlichkeit überhaupt nicht führen.

Die Polizei warnte, dass ein Missbrauch dieser Gegenstände schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen kann. Bei unsachgemäßer Verwendung drohen Einziehung der Waffe, Geldstrafen oder sogar strafrechtliche Ermittlungen.

Die Jugendlichen müssen nun mit möglichen rechtlichen Folgen rechnen. Der Fall zeigt die Gefahren auf, die von dem Einsatz von Nachbildungen von Schusswaffen in öffentlichen Räumen ausgehen – selbst wenn keine körperliche Verletzung erfolgt. Die Ermittlungen der Behörden laufen weiterhin.

AKTUALISIERUNG

Muster der Missbrauchs von Softair-Waffen in Deutschland

Ein zweiter Vorfall mit Softair-Waffen in öffentlichen Räumen ist aufgetreten und zeigt eine besorgniserregende Tendenz. Jüngste Berichte zeigen maskierte Jugendliche, die in einem Schulhof-Schusswechsel mit Nachbildungswaffen beteiligt waren, was die Polizei veranlasste einzugreifen. Dies folgt auf den Fall in Lüdenscheid, bei dem eine Frau bedroht wurde, nachdem sie gebeten hatte, damit aufzuhören. Die Behörden warnen davor, dass ein solches verantwortungsloses Verhalten rechtliche Konsequenzen unter dem strengen Waffengesetz in Deutschland nach sich ziehen könnte.