20 April 2026, 08:03

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: 400.000 Euro Schadensersatz gefordert

Eine große Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem Flughafen während einer Demonstration, wobei einige Taschen und Papiere halten, während Bretter mit Text, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenleuchten im Hintergrund zu sehen sind.

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: 400.000 Euro Schadensersatz gefordert

Flughafen Köln/Bonn reicht Klage gegen sechs Klimaaktivisten ein

Der Flughafen Köln/Bonn hat Anzeige gegen sechs Klimaaktivisten erstattet, nachdem zwei getrennte Protestaktionen im Juli und August zu Flugausfällen geführt hatten. Die Demonstranten sollen sich demnach auf Startbahnen und Zufahrtsstraßen festgeklebt haben, was zu Verspätungen und finanziellen Verlusten führte. Die Behörden fordern nun Schadensersatz in Höhe von über 400.000 Euro.

Bei der ersten Aktion am 24. Juli klebten sich fünf Personen laut Angaben auf eine Startbahn fest. Der Flugbetrieb musste für drei Stunden eingestellt werden, was erhebliche Verspätungen zur Folge hatte. Jeder der fünf Aktivisten soll nun rund 4.100 Euro für ihre Beteiligung zahlen.

Ein zweiter Vorfall ereignete sich am 15. August, als sich zwei Protestierende an einer Zufahrtsstraße in der Nähe einer Startbahn festklebten. Diese Störung dauerte etwa eine Stunde. Den beiden Beteiligten werden jeweils fast 3.250 Euro in Rechnung gestellt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Flughafen beziffert die vorläufigen Schäden auf etwa 125.000 Euro. Unterdessen kündigte die Fluggesellschaft Eurowings an, ebenfalls Entschädigung zu verlangen und schätzt ihre eigenen Verluste auf knapp 284.000 Euro. Allen sechs Personen werden Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Bisher wurden noch keine offiziellen Verfahren eingeleitet, und ein Prozesstermin steht noch aus. Die Behörden behalten sich vor, weitere Schadensersatzforderungen geltend zu machen.

Die Proteste führten zu finanziellen Forderungen gegen die Aktivisten, wobei Flughafen und Airline den Ausgleich ihrer Verluste anstreben. Das juristische Verfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium, da noch keine Entscheidung über formelle Schritte getroffen wurde. Beide Vorfälle verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen Klimaprotesten und dem Flughafenbetrieb.

Quelle