Klimawandel bedroht Ernährungssicherheit: Bauern fordern dringend Unterstützung
Sebastian KönigKlimawandel bedroht Ernährungssicherheit: Bauern fordern dringend Unterstützung
Weltweite Ernährungssicherheit steht vor wachsenden Bedrohungen durch Klimawandel und wirtschaftliche Belastungen
Bäuerliche Familienbetriebe, die mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien produzieren, kämpfen mit extremen Wetterbedingungen und steigenden Kosten. Ein neues Bündnis fordert nun dringendes Handeln, um sie zu unterstützen.
Führende Vertreter von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die 95 Millionen Betriebe vertreten, fordern direkte Investitionen in die Klimaresilienz. Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota betonten die Herausforderungen durch Klimafolgen und schwankende Preise für Betriebsmittel. Ihre Sorgen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Wetterphänomen El Niño Niederschlagsmuster durcheinanderbringt und die landwirtschaftliche Produktion weltweit beeinträchtigt.
Aktuell fließen nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen direkt an Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und ihre Organisationen. Das Bündnis Family Farmers for Climate Action schlägt daher einen Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Bäuerinnen und Bauern vor, um diese Lücke zu schließen. Die Initiative argumentiert, dass von Landwirtinnen und Landwirten getragene Lösungen – wie agroökologische und naturverträgliche Ansätze – die Widerstandsfähigkeit stärken und die Artenvielfalt schützen können.
Die Unterstützung bäuerlicher Familienbetriebe gilt als entscheidend für die Ernährungssicherheit, nachhaltige Landnutzung und eine stabile Zukunft. Das Bündnis besteht darauf, dass Klimafinanzierung Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wirksamer erreichen muss, um widerstandsfähige Ernährungssysteme aufzubauen. Ohne diese Maßnahmen bleiben landwirtschaftliche Gemeinschaften anfällig für Klimaschocks.
