Koreanische Kunst erobert das Avignon Festival als erste asiatische Gastsprache
Sebastian KönigKoreanische Kunst erobert das Avignon Festival als erste asiatische Gastsprache
Koreanische Darstellende Künste stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Avignon Festivals. Die 80. Ausgabe hat Koreanisch zur offiziellen Gastsprache ernannt – als erste asiatische Sprache, die diese Ehre erhält. Vom 4. bis 25. Juli werden neun Werke von sieben koreanischen Künstlern in Südfrankreich präsentiert.
Der künstlerische Leiter des Festivals, Tiago Rodrigues, hob die Tiefe und Kraft des koreanischen Theaters und der koreanischen Sprache hervor. Er beschrieb die Auswahl als Feier der lebendigen Performings-Arts-Szene des Landes. Das koreanische Programm wurde in Zusammenarbeit mit dem Korea Arts Management Service und dem Seoul Performing Arts Festival kuratiert.
Koo Ja-ha zeigt drei Produktionen: Kuckuck, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi. Her Sung-im bringt mit 1 Grad Celsius ein zeitgenössisches Tanzstück auf die Bühne, das sich mit Umweltfragen auseinandersetzt. Auch KIN: Yeonhee Project 1 von Liquid Sound ist Teil des Programms.
Zu den eingeladenen Werken zählen Inselgeschichte von Lee Kyung-sung, Mulji von Lee Jin-yeob und Schnee, Schnee, Schnee von Lee Jar-ram. Eine szenische Lesung von Han Kangs Wir trennen uns nicht wird von der Schauspielerin Lee Hye-young aufgeführt und verleiht dem Programm literarisches Gewicht.
Das dreiwöchige Festival bietet dem Publikum eine seltene Gelegenheit, koreanische Kreativität auf internationaler Bühne zu erleben. Mit einer Mischung aus Theater, Tanz und Lesungen unterstreicht die Veranstaltung den wachsenden Einfluss der koreanischen Kunst in der globalen Kultur. Die diesjährige Auswahl markiert einen historischen Moment für die asiatische Repräsentation in Avignon.






