Kreis Gütersloh verdoppelt Windkraft mit 18 neuen Windrädern bis 2027
Nina LehmannKreis Gütersloh verdoppelt Windkraft mit 18 neuen Windrädern bis 2027
Kreis Gütersloh plant massiven Ausbau der Windenergie nach Genehmigung von 18 neuen Anlagen
Der Kreis Gütersloh steht vor einem deutlichen Ausbau der Windkraft: In diesem Jahr wurden 18 neue Windräder genehmigt – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur vier Genehmigungen im Jahr 2021. Der Zuwachs folgt auf angepasste Regelungen in Nordrhein-Westfalen, die nun höhere Türme in geringerer Entfernung zu Wohngebieten erlauben.
Die meisten neuen Anlagen entstehen in Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz, weitere Standorte sind in Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und Gütersloh geplant. Federführend bei der Expansion ist die Deutsche WindXperts GmbH, die bereits Genehmigungen für 13 Windräder erhalten und die entsprechenden Flächen gesichert hat. Das Unternehmen plant Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro im Kreis; alle Anlagen sollen bis Ende 2027 in Betrieb gehen.
Zehn der WindXperts-Turbinen werden in Harsewinkel errichtet – sieben in Greffen und drei in Marienfeld. In Herzebrock-Clarholz sind drei neue Anlagen genehmigt, vier weitere Anträge werden noch geprüft. Aktuell sind im Kreis 34 Windräder in Betrieb, doch mit den neuen Projekten wird sich diese Zahl mehr als verdoppeln.
Der Anstieg der Genehmigungen geht auf gelockerte Abstandsregeln in NRW zurück, die nun Türme mit einer Höhe von bis zum Doppelten des Abstands zum nächsten Wohnhaus zulassen. Weitere 29 Anträge sind im Kreis noch anhängig – ein Zeichen für weiteres Wachstum.
Mit den 18 bereits genehmigten und 29 geplanten Anlagen wird die Windkraftkapazität im Kreis Gütersloh deutlich steigen. Die Region entwickelt sich damit zu einem wichtigen Akteur in der regionalen erneuerbaren Energieerzeugung. Alle Projekte sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.






