Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewaltdelikte verdoppelt, Sexualstraftaten um 162 Prozent gestiegen
Sebastian KönigKriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewaltdelikte verdoppelt, Sexualstraftaten um 162 Prozent gestiegen
Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in den letzten fünf Jahren stark angestiegen. Die Gesamtzahl der Straftaten erhöhte sich um 57 Prozent – von 19.380 im Jahr 2020 auf 30.490 im Jahr 2025. Besonders dramatisch entwickelte sich die Zahl der Gewaltdelikte, die sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelte.
Deutlich sichtbar ist der Anstieg vor allem in bestimmten Kategorien: Sexualstraftaten verzeichneten den stärksten Zuwachs – von 169 Fällen im Jahr 2020 auf 442 im Jahr 2025, was einem Anstieg von 162 Prozent entspricht. Auch die Gewaltdelikte stiegen stark an, von 2.325 auf 4.711. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen erhöhte sich um 32 Prozent, von 10.560 auf knapp 14.000.
Der Kölner Hauptbahnhof blieb in beiden Jahren der kriminalitätsbelastete Spitzenreiter. Auf Platz zwei rückte 2025 Dortmund vor, gefolgt von Düsseldorf und Essen. Münster behielt den fünften Platz, während Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen 2025 die Top Acht vervollständigten. 2023 erreichte die Kriminalität mit fast 37.500 Straftaten ihren Höhepunkt, seither ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild für die Bahnhöfe in NRW: Zwar sind die Gesamtkriminalität und die Gewaltdelikte deutlich gestiegen, doch deuten jüngste Daten auf eine leichte Trendwende hin. Gleichzeitig konnten die Behörden mehr Tatverdächtige identifizieren – die Zahlen steigen seit 2020 kontinuierlich an.






