26 March 2026, 22:03

Letzte Chance für den "Sündenwald": Aktivisten kämpfen bis zur Rodung

Menschen demonstrieren auf einer Straße, halten Fahnen und Plakate, mit Bäumen und Himmel im Hintergrund.

Letzte Chance für den "Sündenwald": Aktivisten kämpfen bis zur Rodung

Der "Sündenwald" in Mannheim steht trotz anhaltender Proteste in den kommenden Tagen vor der Rodung. Eine kleine Gruppe von Aktivist:innen hält sich weiterhin vor Ort auf, entschlossen, die Abholzung zu stoppen. Unterdessen hat die Stadt Kerpen den öffentlichen Zugang zum Gebiet ab dem 1. Oktober 2025 verboten.

Der verbleibende, etwa ein Hektar große Waldabschnitt war im Sommer 2025 von Protestierenden besetzt worden, einige von ihnen lebten in Baumhäusern. Aktivist:innen hatten sich zuvor verbarrikadiert, um die geplante Rodung zu blockieren. Aktuell halten sich noch etwa fünf bis zehn Personen im Wald auf, um dessen Abholzung zu verhindern.

Die Widerstandsbewegung ruft zu Sachspenden wie Nahrungsmitteln und Kleidung auf, um die Vor-Ort-Aktivist:innen zu unterstützen. Eine Pressekonferenz zur Lage ist für Montag um 11:00 Uhr angesetzt.

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Der Grundbesitzer RWE plant, den Boden des Waldes zur Einebnung von Bergbauhalden im Rahmen zukünftiger Seenprojekte zu nutzen. Dies steht im Zusammenhang mit der Initiative "Wasser marsch", die ab 2030 Rheinwasser umleiten soll. Kerpens Verordnung verbietet den Betret des Waldes bis zum vollständigen Abschluss der Rodungsarbeiten.

Laut aktuellen öffentlichen Quellen haben sich bisher keine Aktivistengruppen öffentlich gegen die Räumung des verbleibenden Waldstücks ausgesprochen. Das Betretungsverbot der Stadt bleibt bestehen, und die Abholzung soll wie geplant voranschreiten. Das Ergebnis wird über die Zukunft des Geländes und seine Rolle in RWEs langfristigen Projekten entscheiden.

Quelle