Lkw-Fahrer aus Rumänien fährt 20 Tage ohne Pause – drastische Strafen auf der A2
Matteo BöhmLkw-Fahrer aus Rumänien fährt 20 Tage ohne Pause – drastische Strafen auf der A2
Lkw-Fahrer aus Rumänien auf A2 bei Porta Westfalica gestoppt – schwere Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten
Ein rumänischer Lkw-Fahrer wurde am Donnerstag, dem 21. August 2025, auf der Autobahn A2 in der Nähe von Porta Westfalica von der Autobahnpolizei angehalten. Die Beamten stellten fest, dass er gegen mehrere Verkehrsregeln verstoßen hatte, darunter überhöhte Geschwindigkeit und die Missachtung der vorgeschriebenen Ruhepausen. Der 50-Jährige gab zu, fast drei Wochen lang nahezu ohne Unterbrechung am Steuer gesessen zu haben.
Auslöser für die Kontrolle war ein riskantes Überholmanöver des Lastwagens in einer gesperrten Zone auf dem Weg in Richtung Hannover. Die Auswertung des digitalen Tachographen ergab wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitungen – unter anderem war der Fahrer in einer auf 80 km/h begrenzten Strecke mit 115 km/h unterwegs gewesen. Weitere Ermittlungen zeigten, dass er in den vergangenen 20 Tagen keinen einzigen Ruhetag eingelegt hatte und damit gegen die EU-weiten Ruhezeitvorschriften verstoßen hatte.
Der Fahrer, der für ein spanisches Transportunternehmen arbeitet, erklärte der Polizei, er habe Angst gehabt, seinen Job zu verlieren, wenn er die Anforderungen seines Arbeitgebers nicht erfülle. Gegen ihn wurde sofort ein Bußgeld in Höhe von über 3.000 Euro verhängt. Das Unternehmen muss nun mit einer separaten Strafe von mehr als 11.000 Euro rechnen, da es an den Verstößen mitgewirkt hat.
Eine Sicherheitsleistung, die beide Geldbußen abdeckt, wurde vor Ort gezahlt. Die Autobahnpolizei kontrolliert regelmäßig Nutzfahrzeuge auf die Einhaltung von Lenkzeiten, Ruhepausen und technischen Sicherheitsstandards.
Der Fall zeigt die Gefahren auf, die mit der Missachtung von Ruhe- und Geschwindigkeitsvorschriften im Güterverkehr einhergehen. Die Aussagen des Fahrers deuten darauf hin, dass der Druck durch seinen Arbeitgeber eine zentrale Rolle bei den Verstößen spielte. Sowohl er als auch das spanische Unternehmen müssen nun mit finanziellen Konsequenzen für die Regelverstöße rechnen.






