Maxim-Gorki-Theater schließt seine Pforten – ein kulturelles Erbe geht zu Ende
Matteo BöhmMaxim-Gorki-Theater schließt seine Pforten – ein kulturelles Erbe geht zu Ende
Das Maxim-Gorki-Theater hat offiziell seine Türen geschlossen und damit das Ende einer Ära für seine künstlerische Leitung eingeläutet. Ein Abschiedsabend würdigte sein Erbe – der Spruch „Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki“ stand symbolisch für den Übergang.
Die unter dem Titel „Lieder aus den letzten Jahren“ stehende Veranstaltung präsentierte Musik aus jüngsten Produktionen. Jonas Dassler trug im Rahmen des Programms den „Fledermaus-Aussterbe-Song“ vor. Shermin Langhoff, die scheidende Intendantin, entschied sich für eine kurze Dankesrede statt einer langen Abschiedsansprache.
Auch Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, würdigte Langhoff in einer Ansprache. Das Gorki-Theater hatte sich als Pionier des „postmigrantischen Theaters“ in der weiteren Kulturszene einen Namen gemacht. Nach den offiziellen Teilen trafen sich die Gäste in einer Bar in Neukölln, wo sie Trost in der vertrauten Atmosphäre fanden.
Der Abschiedsabend unterstrich die Bedeutung des Theaters und seinen Wandel in der künstlerischen Ausrichtung. Mit der Schließung des Gorki endet ein Kapitel, doch sein Einfluss auf die Kulturlandschaft bleibt nachhaltig. Die Veranstaltung war zugleich Hommage und Übergang.






