19 March 2026, 12:02

Moers bewahrt jüdische Spuren mit neuer Broschüre und lebendiger Erinnerungskultur

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers bewahrt jüdische Spuren mit neuer Broschüre und lebendiger Erinnerungskultur

Neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" in Moers erschienen

In Moers ist eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" veröffentlicht worden, die die jüdische Geschichte der Stadt beleuchtet. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gab die Publikation heraus, um das Andenken an eine Gemeinschaft zu bewahren, die einst tief in der lokalen Kultur verwurzelt war. Noch vor der NS-Zeit prägten jüdische Bürgerinnen und Bürger das Leben in Moers – ein Erbe, das heute unter anderem durch Mahnmale wie den Synagogenbogen in der Dr.-Hermann-Bähr-Straße sichtbar bleibt.

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Die Broschüre widmet sich den wenigen noch vorhandenen Zeugnissen jüdischen Lebens in der Stadt, von den Anfängen der Gemeinde über die ehemalige Synagoge bis hin zu den Deportationen. Gestaltet wurde sie von der Künstlerin Andrea Dieren, während die inhaltliche Betreuung in den Händen der früheren Vorstandsmitglieder Hans-Helmut Eickschen und Lutz Hartmann lag. Erhältlich ist die Publikation für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen der Stadt.

Ein zentrales Anliegen der Gesellschaft bleibt die Einbindung jüngerer Generationen. Durch regelmäßige Kooperationen mit Schulen werden Schülerinnen und Schüler über die jüdische Vergangenheit Moers' aufgeklärt. Zudem profitiert der Verein von starken überregionalen Netzwerken, die der Stadt bereits Auszeichnungen wie die Buber-Rosenzweig-Medaille eingebracht haben. Zu den ausgezeichneten Persönlichkeiten zählen Heinz Kremers und Nikolaus Schneider für ihr Engagement im christlich-jüdischen Dialog.

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat ihre Unterstützung erneut bekräftigt und kürzlich Vorstandsmitglieder empfangen. Gleichzeitig übernahm sie die Schirmherrschaft über die Gesellschaft. Sie betonte ihr Engagement gegen Antisemitismus und für die Bewahrung des Gedenkens an das jüdische Leben in Moers. Martin Behnisch-Wittig, der evangelische Vorsitzende, beschrieb das organische Wachstum des Vereins und dessen besondere Rolle bei der Förderung des interreligiösen Austauschs.

Mit der Broschüre und den laufenden Bildungsinitiativen soll die jüdische Geschichte Moers' präsent bleiben. Stadtweite Mahnmale, Schulprojekte und überregionale Verbindungen stärken dieses Anliegen. Mit der Rückendeckung der Bürgermeisterin setzt die Gesellschaft ihre Arbeit für Erinnerung und Dialog konsequent fort.

Quelle