Mönchengladbach plant autofreien Campus-Boulevard in der Webschulstraße bis 2029
Sebastian KönigMönchengladbach plant autofreien Campus-Boulevard in der Webschulstraße bis 2029
Große Umgestaltung der Webschulstraße in Mönchengladbach: Bald eine lebendige Fußgänger- und Fahrradzone?
Ein umfassendes Redesign der Webschulstraße in Mönchengladbach könnte das Viertel bald in eine belebte Fußgänger- und Fahrradzone verwandeln. Die Pläne der Stadt sehen vor, einen 400 Meter langen Abschnitt in einen "Campus-Boulevard" umzugestalten – einen einladenden Raum für Studierende und Besucher. Das rund 6,9 Millionen Euro teure Projekt wartet nun auf die politische Freigabe.
Das Zentrum des neuen Boulevards wird vor dem historischen Backsteingebäude liegen, in dem die Abteilung für Textil- und Bekleidungstechnik untergebracht ist. Dieser Bereich soll zum Mittelpunkt des städtischen Bildungs- und Innovationsviertels werden. Stimmt der Stadtrat den Plänen am 15. Mai zu, könnten die Bauarbeiten zwischen 2027 und 2029 beginnen.
Die Neugestaltung sieht eine Einschränkung des Autoverkehrs vor: Die Zufahrt von der Richard-Wagner-Straße in die Webschulstraße wird gesperrt. Stattdessen entstehen breite Wege, offene Plätze, Grünflächen und Sitzgelegenheiten. Auch die Parkplätze werden reduziert – von bisher 151 auf 137, wobei ein zusätzlicher Stellplatz für Anwohner reserviert bleibt.
Stadtvertreter betonen, dass das Projekt die Attraktivität des Gebiets steigern und gleichzeitig Fußgänger sowie Radfahrer in den Vordergrund stellen soll. Ziel ist ein zusammenhängender, ansprechender Raum, der den Campus mit dem umliegenden Stadtteil verbindet.
Über die Zukunft des Campus-Boulevards entscheidet nun der Stadtrat; die Abstimmung ist für Mitte Mai angesetzt. Bei einer Zustimmung würde das 6,9-Millionen-Euro-Projekt die Webschulstraße bis zum Ende des Jahrzehnts in eine autofreie Zone verwandeln. Zwar gehen Parkplätze verloren, doch im Gegenzug entstehen mehr Grünflächen und öffentliche Begegnungsstätten für die Gemeinschaft.






