Münsters Schulmöbel-Hilfe erreicht ukrainische Partnerstadt Winnyzja
Nina LehmannMünsters Schulmöbel-Hilfe erreicht ukrainische Partnerstadt Winnyzja
Eine große Lieferung mit Schulmöbeln aus Münster ist in Winnyzja eingetroffen, der ukrainischen Partnerstadt im Rahmen der Solidaritätsinitiative. Die von den lokalen Behörden koordinierte Hilfsaktion umfasste Hunderte von Tischen und Stühlen für Schülerinnen und Schüler. Vier Schulen aus Münster und Nottuln hatten die Spende zusammengestellt, die Deutschland am Dienstag, dem 23. September, verließ.
Die Lieferung traf vergangenen Wochenende in Winnyzja ein und versorgt dortige Schulen mit dringend benötigten Materialien. Weiterführende Einrichtungen erhielten etwa 180 Einzeltische, 50 Doppeltische und 340 Stühle. Eine Grundschule in der Stadt bekam zusätzlich 40 Tische und 80 Stühle zugewiesen.
Das Gymnasium Wolbeck schickte seine Möbel gezielt an das Technische Lyzeum in Winnyzja. Dies knüpft an einen laufenden digitalen Austausch zwischen beiden Schulen an, an dem seit März 2024 Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Vertreter beteiligt sind. Die Partnerschaft begann 2022 im Rahmen der umfassenden Hilfsmaßnahmen Münsters nach dem russischen Angriff auf die Ukraine.
Für die Zukunft plant das Gymnasium Wolbeck, Gelder für deutsche und englische Lehrbücher zu sammeln. Diese sollen in einer späteren Lieferung an die Partnerschule in Winnyzja geschickt werden, um den Unterricht dort zu unterstützen.
Münsters Engagement ist Teil einer bundesweiten Initiative. Bis Anfang 2026 werden zwölf Schulen in Winnyzja von der Partnerschaft profitiert haben. Ähnliche Projekte gibt es zwischen anderen deutschen und ukrainischen Städten, etwa zwischen Hannover und Charkiw, Dortmund und Dnipro sowie regionalen Kooperationen in Bayern und Nordrhein-Westfalen mit Lwiw und Odessa.
Organisiert wurde der Transport vom Büro für Internationale Angelegenheiten im Amt für Bürger- und Ratsdienste der Stadt Münster. Die Möbel sollen helfen, Klassenzimmer in Winnyzja auszustatten, wo Schulen aufgrund des Krieges weiterhin mit Engpässen kämpfen. Weitere Unterstützung, darunter Lehrbücher, ist in kommenden Hilfslieferungen geplant.






