NRW verschärft Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest nach Rekordanstieg bei Wildschweinen
Sebastian KönigNRW verschärft Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest nach Rekordanstieg bei Wildschweinen
Nordrhein-Westfalen verschärft Kampf gegen Afrikanische Schweinepest nach Anstieg infizierter Wildschweine
Nach einem deutlichen Anstieg infizierter Wildschweine intensiviert Nordrhein-Westfalen die Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Besonders betroffen sind die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein, wo rund 170 Fälle registriert wurden. Als Reaktion darauf verschärfen die Behörden die Kontrollen, erweitern Zäune und verstärken die Überwachung, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Der erste ASP-Fall in der Region war im Juni 2025 in Kirchhundem nachgewiesen worden. Bis Januar 2026 hatten die Behörden bereits 186 Kilometer feste Zäune errichtet, darunter 65 Kilometer elektrifizierte Barrieren, um den Ausbruch einzudämmen. Das aktuelle Kerngebiet umfasst etwa 143.000 Hektar und ist von rund 114 Kilometern Zaun umgeben.
Um die Abwehr weiter zu stärken, plant das Land, die Zäune um zusätzliche 25 Kilometer zu verlängern. Dadurch soll das Kerngebiet um etwa 3.400 Hektar erweitert werden. Dieser Schritt folgt der Entdeckung weiterer infizierter Wildschweine, was die Sorge vor einer weiteren Übertragung des Virus erhöht.
Drohnen und Suchtrupps durchkämmen mittlerweile die betroffenen Zonen nach verendeten Wildschweinen. Zudem laufen koordinierte Jagdaktionen, um den Bestands innerhalb der eingezäunten Gebiete zu reduzieren. Quarantänezonen bleiben bestehen und schränken die Bewegungsfreiheit in Hochrisikogebieten ein.
Nordrhein-Westfalen hat einen Wechselbrief aufgelegt, um die Kosten für diese Maßnahmen zu decken. Die Mittel sollen Ausgaben für die ASP-Bekämpfung erstatten, darunter Zäune, Überwachung und Keulungsmaßnahmen.
Die erweiterten Zäune und strengeren Kontrollen zielen darauf ab, eine Ausbreitung der Schweinepest über die aktuellen Hotspots hinaus zu verhindern. Mit mittlerweile fast 200 Kilometern Barrieren konzentrieren sich die Behörden auf Überwachung und Bestandsregulierung. Die finanzielle Unterstützung des Landes stellt sicher, dass die lokalen Kreise diese Maßnahmen ohne Verzögerung fortsetzen können.






