Paris feiert Gianni Versace: Eine Retrospektive ohne das berühmte Sicherheitsnadeln-Kleid
Sebastian KönigParis feiert Gianni Versace: Eine Retrospektive ohne das berühmte Sicherheitsnadeln-Kleid
Große Gianni-Versace-Retrospektive eröffnet diese Woche in Paris
Vom 31. Juli bis zum 6. September 2020 zeigt das Musée Maillol – sonst vor allem für Fotografie bekannt – erstmals eine Modusstellung. Doch ein ikonisches Stück wird fehl am Platz sein: das legendäre schwarze Sicherheitsnadeln-Kleid, das Elizabeth Hurley 1994 trug.
Verantwortlich für die Ausstellung ist Dreamrealizer, eine Berliner Gruppe, die bereits sieben Versace-Ausstellungen in Europa organisiert hat. Kurator Karl von der Ahé bestätigte, dass das Hurley-Kleid derzeit nicht auffindbar sei, gab jedoch keine weiteren Details preis. Trotz dieser Lücke präsentiert die Schau fast 450 Exponate – von Schmuck und Wohnaccessoires bis hin zu seltenen Videointerviews.
Die Ausstellung beleuchtet Versaces enge Verbindung zu Frankreich, insbesondere zu Paris. Gezeigt wird eine Rekonstruktion seines Mailänder Ateliers sowie seine Geschichte mit der Stadt, die 1989 begann, als er seine erste Haute-Couture-Kollektion im Hotel Ritz vorstellte.
Besucher können den Einfluss des Designers auf die Mode durch eine Mischung aus persönlichen und beruflichen Artefakten erkunden. Das Musée Maillol, das sonst wechselnde Fotoausstellungen beherbergt, widmet sich damit erstmals der Mode.
Die Retrospektive läuft über einen Monat und endet am 6. September. Zwar hinterlässt das fehlende Hurley-Kleid eine Lücke, doch bleibt die Schau eine der umfangreichsten Versace-Sammlungen, die je zusammengestellt wurden. Das erste Modeprojekt des Musée Maillol verspricht einen tiefen Einblick in die französischen Bezüge und das kreative Erbe des Designers.






