05 April 2026, 00:45

Passivhaus-Tagung feiert 35 Jahre nachhaltiges Bauen mit innovativen Projekten weltweit

Eine Buchseite mit vier detaillierten Illustrationen von Gebäuden mit einzigartigen Architekturstilen, jeweils mit sichtbaren Fenstern, Türen und anderen Merkmalen, begleitet von beschreibendem Text.

Passivhaus-Tagung feiert 35 Jahre nachhaltiges Bauen mit innovativen Projekten weltweit

Die 28. Internationale Passivhaus-Tagung hat in Essen ihre Pforten geöffnet und bringt Expertinnen und Experten für klimafreundliches Bauen zusammen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stehen zwei bedeutende Jubiläen: 35 Jahre seit der Fertigstellung des ersten Passivhauses und 30 Jahre Passivhaus Institut. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren innovative Lösungen für energieeffiziente Neubauten und Sanierungsprojekte.

Zu den herausragenden Projekten zählt Lettlands erstes zertifiziertes Passivhaus-Kindergartengebäude – das erste öffentliche Gebäude im Baltikum, das den strengen Passivhaus-Standard erfüllt. Die Tagung präsentiert zudem groß angelegte Vorhaben wie das Centre of the Humanities in Oxford und Frankreichs größtes saniertes Bürogebäude in der Bretagne.

Eröffnet wurde die Konferenz von Vertreterinnen und Vertretern von NRW.Energy4Climate, der Deutschen Umwelthilfe sowie der Wirtschaftswissenschaftlerin Sigrid Stagl. Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, nahm persönlich teil. In den kommenden Tagen erwarten die Gäste vier Exkursionen, Vor-Konferenz-Workshops und eine spezielle Passivhaus-Fachausstellung.

Ein zentrales Thema ist die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude, bei der Energiesparmaßnahmen mit dem Erhalt des kulturellen Erbes in Einklang gebracht werden müssen. Fallbeispiele wie eine Feuerwache in New York zeigen maßgeschneiderte Lösungen auf, etwa Innendämmung, angepasste U-Werte für Fenster und Fassaden sowie die Einbindung erneuerbarer Energien. Während Neubauten strenge Passivhaus-Komponenten erfordern, folgen Sanierungen historischer Bausubstanz einem flexibleren Ansatz – ähnlich der EnerPHit-Zertifizierung.

Das Programm behandelt zudem Herausforderungen bei der Sanierung öffentlicher Infrastruktur wie Schwimmbäder, Gesundheitseinrichtungen und Schulen. Weitere Schwerpunkte sind die Modernisierung von Fertighäusern, luftdichte Bauweisen und erfolgreiche kommunale Energiewenden. Seit dem ersten Passivhaus 1991 haben sich diese Praktiken weltweit durchgesetzt und prägen die Zukunft des nachhaltigen Bauens.

Lettlands neuer Kindergarten steht exemplarisch für modernes Passivhaus-Design. Ohne die Einschränkungen des Denkmalschutzes erreicht er durch hochwertige Komponenten drastische Energieeinsparungen. Dies unterscheidet sich von behutsamen Sanierungen, bei denen schrittweise Verbesserungen sowohl die Effizienz als auch die architektonische Integrität berücksichtigen.

Die Tagung unterstreicht die wachsende Bedeutung energieeffizienten Bauens im Kampf gegen den Klimawandel. Projekte wie der lettische Kindergarten oder das französische Bürogebäude zeigen, wie Passivhaus-Prinzipien in der Praxis umgesetzt werden. Mit Workshops, Ausstellungen und Fachgesprächen will die Veranstaltung die globale Verbreitung nachhaltiger Bauweisen beschleunigen.

AKTUALISIERUNG

Conference schedule confirmed with pre-event workshops and main sessions dates

The 28th International Passive House Conference has confirmed its full schedule. The event will run as follows:

  • Interactive workshops on 22–23 April 2026
  • Main conference sessions from 24–25 April 2026
  • All activities will take place at Haus der Technik in Essen.