Piers Morgan kämpft gegen Deepfakes – selbst seine Mutter erkennt ihn nicht mehr
Nina LehmannPiers Morgan kämpft gegen Deepfakes – selbst seine Mutter erkennt ihn nicht mehr
Piers Morgan hat sich zu dem wachsenden Problem von KI-generierten Deepfake-Videos geäußert, die seine Stimme und sein Aussehen nachahmen. Der Moderator gab zu, dass selbst seine eigene Mutter Schwierigkeiten habe, echte von gefälschten Aufnahmen zu unterscheiden. Unterdessen berichtete Morgan, dass Deepfake-Versionen seiner Sendung Uncensored in sozialen Medien verbreitet werden. Die Sängerin Katherine Jenkins, eine Freundin von ihm, gestand, dass sie von KI-erzeugten Clips, in denen er sich über verschiedene Themen ereifert, kurzzeitig getäuscht worden sei. Die Sache habe sie misstrauisch gegenüber Inhalten auf Plattformen wie TikTok gemacht.
Der Moderator äußerte zwar Frustration über die Situation, behauptete aber, dass er nach wie vor davon überzeugt sei, seine eigenen Argumente seien überzeugender als die von KI produzierten. Seine Äußerungen fielen im Rahmen einer Diskussion über die weiteren Auswirkungen von Deepfake-Technologie auf das öffentliche Vertrauen.
In einem anderen Zusammenhang zeigte sich Morgan enttäuscht von der SXSW London, weil diese sich nicht für Hasan Piker und dessen Onkel Cenk Uygur eingesetzt habe. Das Duo war vor ihrem geplanten Auftritt beim Festival mit der Begründung, ihre Anwesenheit sei „nicht förderlich für das öffentliche Wohl“, von der Einreise nach Großbritannien ausgeschlossen worden. Dennoch betont die SXSW London, ihre Aufgabe sei es, vielfältige Stimmen und Perspektiven zusammenzubringen. Die Veranstalter bekräftigten zudem ihre Unterstützung für Morgans Recht auf freie Meinungsäußerung – selbst wenn sich diese gegen die Veranstaltung selbst richte.
Der Aufstieg KI-generierter Inhalte verwischt zunehmend die Grenze zwischen echter und gefälschter Medienrealität. Morgans Fall zeigt, wie selbst prominente Persönlichkeiten überzeugend imitiert werden können. Gleichzeitig wirft die britische Entscheidung, Uygur und Piker die Einreise zu verwehren, Fragen über die Meinungsfreiheit bei öffentlichen Veranstaltungen wie der SXSW London auf.






