Proteste gegen Atomwaffen: Hundertfache Forderung nach Abzug aus Deutschland
Matteo BöhmProteste gegen Atomwaffen: Hundertfache Forderung nach Abzug aus Deutschland
Rund 150 Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Nörvenich bei Düren. Sie forderten die Abziehung der Atomwaffen aus Deutschland und lehnten die Beteiligung des Landes an einem bevorstehenden NATO-Atomschutzmanöver ab. Die Kundgebung wurde von mehr als 30 Friedensinitiativen organisiert.
Im Fokus des Protests stand Deutschlands Rolle bei der NATO-Übung Steadfast Noon, die nächste Woche beginnt. Flugzeuge vom Flugplatz Nörvenich sollen an den Manövern teilnehmen, bei denen Szenarien zur Atomwaffenabwehr durchgespielt werden. Die Demonstranten argumentierten, dass die deutsche nukleare Teilhabe – bei der deutsche Kampfflugzeuge US-amerikanische Atomwaffen tragen könnten – gegen internationales Recht verstoße.
Die Teilnehmer verwiesen zudem auf aktuelle diplomatische Bemühungen im Nahen Osten. Sie lobten den jüngsten Friedensplan zwischen Israel und den Palästinensern als Schritt zur Verringerung globaler Konflikte. Ihre zentralen Forderungen zielten auf die Beendigung der Atomwaffenlagerung in Deutschland sowie den Stopp der Beteiligung an atomwaffenbezogenen Militärübungen ab.
Die Demonstration endete ohne Zwischenfälle, doch die Organisatoren kündigten an, ihre Forderungen weiter vehement zu vertreten. Deutschlands Teilnahme an Steadfast Noon bleibt für nächste Woche geplant. Das Hauptziel der Protestierenden – die vollständige Entfernung aller Atomwaffen von deutschem Boden – hat bisher keine offizielle Reaktion erhalten.
NATO's Steadfast Noon Exercise Confirmed: Key Details on Germany's Role
The NATO nuclear deterrence exercise Steadfast Noon has been confirmed for 17–30 October, directly overlapping with the protesters' concerns. The exercise involves 14 countries and up to 60 aircraft, including US B-52 bombers from Minot Air Base. Training flights will occur over Belgium, the North Sea, and the UK, with Nörvenich-based aircraft participating in nuclear defence scenarios. This confirms the scale of Germany's involvement in the exercise criticized by demonstrators.






