Rassistischer Angriff im Rombergpark: Zwei Frauen nach Picknick-Eskalation verletzt
Nina LehmannRassistischer Angriff im Rombergpark: Zwei Frauen nach Picknick-Eskalation verletzt
Ein friedliches Picknick im Dortmunder Rombergpark eskalierte am Sonntagabend in Gewalt, nachdem zwei betrunkene Männer rassistische Musik abspielten und eine Gruppe von sechs Personen beleidigten. Bei der Auseinandersetzung kam es zu einem körperlichen Angriff, bei dem zwei junge Frauen verletzt wurden. Beide Tatverdächtige müssen sich nun wegen Strafdelikten verantworten.
Der Vorfall begann gegen 20:45 Uhr, als die beiden 20- und 21-jährigen Männer in der Nähe der Picknickgruppe rassistische Liedtexte aus einem tragbaren Lautsprecher dröhnen ließen. Augenzeugen berichteten, die Männer hätten zudem beleidigende Gesten in Richtung der Gruppe gemacht. Zwei Frauen aus der Gruppe stellten die beiden zur Rede, woraufhin ein hitziger Wortwechsel mit rassistischen Beschimpfungen entbrannte.
Als die Picknickgruppe den Park verlassen wollte, folgten die Männer ihnen und setzten ihre Beleidigungen fort. Nahe des Eingangs zum Kirschblütenweg griff der 20-jährige Tatverdächtige zwei 20-jährige Frauen körperlich an und schlug sie mit den Fäusten. Die Polizei nahm ihn später fest, um weitere Straftaten zu verhindern.
Die Ermittler bestätigten, dass beide Tatverdächtigen, die in Dortmund wohnen, bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten waren und keine bekannten Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen haben. Gegen den 21-Jährigen wurde ein sofortiges Betretungsverbot für das Gebiet verhängt, während sein Komplize weiterhin in Untersuchungshaft sitzt.
Den beiden Männern werden nun Volksverhetzung, Beleidigung und Körperverletzung vorgeworfen. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts einer rassistisch motivierten Tat. Die Opfer erhielten medizinische Versorgung, das Ausmaß ihrer Verletzungen wurde jedoch nicht bekannt gegeben.






