RE 47-Ausfall treibt Pendler zwischen Remscheid und Düsseldorf in die Verzweiflung
Sebastian KönigRE 47-Ausfall treibt Pendler zwischen Remscheid und Düsseldorf in die Verzweiflung
Pendler zwischen Remscheid und Düsseldorf leiden unter anhaltenden Behinderungen wegen des langfristigen Ausfalls des Regionalexpress RE 47. Die veralteten Triebwagen sorgen immer wieder für Verspätungen und zwingen Fahrgäste, auf frühere Verbindungen oder alternative Verkehrsmittel auszuweichen. Der unzuverlässige Betrieb gefährdet nun die Bemühungen, den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Der RE 47 fällt bereits seit Monaten aus, sodass Reisende über den Solinger Hauptbahnhof keine direkte Verbindung mehr haben. Viele steigen inzwischen in frühere Züge, um Termine nicht zu verpassen. Wiederkehrende technische Defekte der überalterten Fahrzeuge verschärfen die Situation zusätzlich.
Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Leon Kröck, kritisiert den weiteren Einsatz der kürzlich abgezogenen Züge scharf. Die Partei fordert nun schnelle Maßnahmen, um sie bis 2028 auf den Linien RE 47 und S7 durch moderne batterieelektrische Triebzüge (BEMU) zu ersetzen. Dieser Schritt gilt als entscheidend für die Modernisierung der Flotte und den Erhalt durchgehender Verbindungen nach Düsseldorf.
Die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) soll die Umstellung federführend gestalten. Doch die Beschaffung neuer Zugtypen ist ein langwieriger Prozess – die Zeit wird knapp, um bis 2028 pünktliche und umweltfreundliche Verbindungen zu gewährleisten.
Ohne verlässliche Züge steigen immer mehr Pendler wieder auf das Auto um und bremsen so die Verkehrswende aus. Die Forderung der Grünen nach BEMUs zielt darauf ab, das Vertrauen in die Bahn zurückzugewinnen. Ob dies gelingt, hängt von einer zügigen Abstimmung zwischen Behörden und Betreibern ab.






