Rewe senkt Schokoladenpreise und greift Markenhersteller wie Lindt an
Niklas SchmitzRewe senkt Schokoladenpreise und greift Markenhersteller wie Lindt an
Rewe senkt Preis der Eigenmarke-Schokolade – und kritisiert Markenhersteller
Rewe hat in den letzten Wochen den Preis seiner 100-Gramm-Schokoladentafel bereits zweimal gesenkt: Zuerst auf 89 Cent, dann auf 79 Cent. Nun wirft Konzernchef Lionel Souque großen Markenherstellern vor, trotz sinkender Rohstoffkosten nicht nachzuziehen.
Souque kritisierte vor allem Unternehmen wie Lindt und Mondelez, die die gesunkenen Kakaopreise nicht an die Verbraucher weitergeben würden. Obwohl die Kosten für Kakao seit Monaten fallen, blieben Schokoladentafeln teuer, so der Rewe-Chef. Als Beispiel nannte er Milkas Alpenmilch, deren Packungsgröße schrumpfte, während der Preis gleich blieb.
Zudem äußerte sich Souque zur bevorstehenden Mehrwertsteuersenkung. Er bestätigte, dass Rewe die Preise im Schnitt anpassen werde, warnte jedoch, dass nicht jedes einzelne Produkt betroffen sein werde. Stattdessen betonte er, es komme auf die gesamte Produktpalette an, wenn es um Preisanpassungen gehe.
Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der Rewe die Preise für seine Hausmarken-Schokolade weiter reduziert. Mit der jüngsten Senkung kostet die 100-Gramm-Tafel nun 79 Cent – die zweite Preisanpassung innerhalb kurzer Zeit. Die Einstiegsschokolade der Kette ist damit auf 79 Cent gefallen. Souques Vorwürfe erhöhen den Druck auf die Markenhersteller, ihre Preise den gesunkenen Rohstoffkosten anzupassen. Rewe betont, dass die eigenen Senkungen Teil einer breiteren Strategie seien, Grundnahrungsmittel bezahlbar zu halten.






