Rouven Schröder übernimmt in Gladbachs Abstiegsnot als neuer Sportdirektor
Niklas SchmitzRouven Schröder übernimmt in Gladbachs Abstiegsnot als neuer Sportdirektor
Borussia Mönchengladbach hat Rouven Schröder als neuen Sportdirektor verpflichtet. Der 50-Jährige tritt sein Amt am Donnerstag an und ersetzt Roland Virkus. Sein Wechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Verein mit nur drei Punkten aus sechs Spielen auf dem vorletzten Platz der Bundesliga steht.
Schröder wechselt für eine Ablösesumme von bis zu einer Million Euro von RB Salzburg nach Gladbach. Seine Erfahrung in der Bundesliga, unter anderem bei Mainz, Leipzig und Schalke, soll dem kämpfenden Team nun Stabilität verleihen.
Die jüngsten Leistungen der Gladbacher haben Sorgen ausgelöst: Unter Interimstrainer Eugen Polanski holte die Mannschaft lediglich drei Punkte. Nach der Entlassung von Gerardo Seoane am 15. September ist die Cheftrainerposition weiterhin unbesetzt. Schröders erste Aufgabe wird es sein, diese Lücke zu schließen und einen dauerhaften Trainer zu verpflichten.
Der Verein entging in den vergangenen Spielzeiten knapp dem Abstieg und beendete die letzten beiden Saisons auf den Plätzen 10 bis 14. Doch der schwache Start in diese Saison bringt Gladbach in Gefahr, zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen zu müssen. Schröder muss schnell handeln – insbesondere im Wintertransferfenster –, um die Mannschaft zu verstärken und den Klassenerhalt zu sichern.
Neben der Verpflichtung neuer Spieler stehen Vertragsverhandlungen mit Akteuren an, deren Verträge 2026 oder 2027 auslaufen. Seine kommunikativen Fähigkeiten und Führungserfahrung gelten als entscheidende Stärken für die bevorstehenden Herausforderungen.
Anders als Aufsteiger wie die SpVgg Greuther Fürth, die in vergangenen Spielzeiten kämpften – 2021/22 stieg der Club mit nur 21 Punkten als Tabellenletzter ab –, konnte Gladbach bisher eine gewisse Kontinuität wahren. Doch mit Top-Teams wie dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen, die sich absetzen, steht Schröder unter Druck, die Wende zu schaffen.
Seine ersten Aufgaben sind klar: die Trainerfrage klären und die Vorbereitungen für das Wintertransferfenster treffen. Seine bisherige Bilanz im deutschen Fußball wird auf die Probe gestellt, während er die Mannschaft aus der Abstiegszone führen muss.
Die Zukunft des Vereins hängt von schnellen Entscheidungen und effektiven Transfers ab. Zögern könnte Gladbach den dritten Abstieg der Vereinsgeschichte bescheren.






